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Borna Leipziger Symphonieorchester will mit Anrechtsreihe in Nordsachsen punkten
Region Borna Leipziger Symphonieorchester will mit Anrechtsreihe in Nordsachsen punkten
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06:00 29.07.2016
Leipziger Symphonieorchester. Quelle: Andreas Döring
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Böhlen/Torgau

Das Leipziger Symphonieorchester (LSO) verstärkt seine Bemühungen um eine größere Akzeptanz im Landkreis Nordsachsen. Das ist an den Bemühungen um die Installierung eine Anrechtsreihe in Torgau absehbar. Hintergrund ist die zwischen den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen umstrittene Finanzierung des LSO sowie der Sächsischen Bläserphilharmonie in Bad Lausick mit Mitteln des Kulturraum Leipziger Raum. Anders als der Bornaer Kreistag, der die Bereitstellung von einer Million Euro mehr für beide Ensembles im Mai beschlossen hatte, war dieser Punkt von der Tagesordnung des Torgauer Kreistages abgesetzt worden (die LVZ berichtete).

Vorstellbar seien vier Anrechtskonzerte in Torgau, sagt LSO-Manager Hans-Ulrich Zschoch. Das biete sich an, weil es in Torgau mit dem Rathaussaal, dem Saal im Gymnasium, dem Kulturhaus sowie dem Plenarsaal im Schloss Hartenfels vier attraktive Spielstätten gebe. „Wir denken an jeweils ein Konzert in einer Jahreszeit“, so Zschoch, was gut in den reichen Torgauer Veranstaltungskalender passen könnte. Entsprechende Gespräche sollen mit der Kulturbetriebsgesellschaft Torgau geführt werden, die sich allerdings noch in ihrer Gründungsphase befindet. Die Chancen für regelmäßige LSO-Konzerte mit ordentlichem Zuspruch seien gut, so der Manager auch mit Blick auf den erfolgreichen Abschluss der Konzertsaison 2015/16 am 13. Juli auf Schloss Hartenfels.

In Delitzsch will das LSO die Zusammenarbeit mit der Theaterakademie fortsetzen. Dabei gab es letzten Jahr für Vorstellungen von „Hänsel und Gretel“ im Rahmen von Schülerkonzerten. Geplant ist eine Aufführung des „Freischütz`“ von Carl Maria von Weber in einer Fassung für Kinder.

Darüber hinaus ist das LSO auch bundesweit unterwegs. Etwa mit einem Gastspiel in der Alten Oper in Frankfurt am Main. Auf dem Programm stehen dann Stücke aus italienischen Opern. Zu Silvester gastieren die Musiker mit populärer Klassik in der Nürnberger Meistersingerhalle. Im Juni spielen sie Beethovens Neunte in der Berliner Philharmonie

Mit einer Fassung der „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski ist das LSO gemeinsam mit dem Musikern der Stern Combo Meißen in Grimma zu erleben. Und es gibt Operette – mit dem „Weißen Rössl“ von Ralph Benatzky: am 11. März in Böhlen, am 1. Mai in Geithain, am 20. Mai in Delitzsch und eine Tag später in Großstolpen. Dabei arbeiten die LSO-Musiker mit den Landesbühnen Sachsen zusammen.

Zu den Anrechtskonzerten kommen Neujahrskonzerte Anfang Januar in Borna, Böhlen und Markkleeberg. Am 5. März ist ein Matineekonzert in Borna geplant, „ein weiteres ist in Planung“. Allerdings sei der Termin noch nicht klar, sagt der Manager.

Eröffnet wird die neue Saison am 19. August mit einer „Spanischen Nacht“ im Böhlener Kulturhaus. Neben Flamenco-Tänzern dürfen sich die Besucher auch auf ein spanisches Buffet freuen.

Wegen der Unsicherheiten bei der Finanzierung des Klangkörpers hatten der Freundeskreis, der Orchestervorstand und der Geschäftsführer im Frühjahr dieses Jahres einen Petition zum Erhalt des Leipziger Symphonieorchesters an die Landkreise Leipzig und Nordsachsen übergeben. Die Petition wurde von fast 18 000 Musikfreunden unterzeichnet.

Von Nikos Natsidis

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