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Borna Lindenvorwerk im Kohrener Land ist die Himmelfahrts-Hochburg schlechthin
Region Borna Lindenvorwerk im Kohrener Land ist die Himmelfahrts-Hochburg schlechthin
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16:30 05.05.2016
Mit guter Laune begingen die Männer ihren Tag, der eigentlich eine christliche Bedeutung hat. Quelle: René Beuckert
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Kohren-Sahlis

Das Lindenvorwerk erweist sich zum Männertag immer wieder als Mekka. Schon am Vormittag trafen kleine Wandergruppen ein, die dort ihre erste Rast machten. Ob auf Schusters Rappen, auf dem Drahtesel, aber genauso mit dem Motorrad, langten sie dort an, um im Freisitz am Teich ihren Tag zu beginnen.

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Begehrtes Fotomotiv: Die Zwenkauer Zylinderträger Mario Cramer, Hartmut Fischer, Andreas Karte und Uwe Weihmann (v. l.) verlassen am Männertag das Haus nur in stilechter Kostümierung.

Eine kleine Gruppe aus Altenburg nahm kurzerhand einen der Stehtische in ihren Besitz. „Wir wollen hier gar nicht lange bleiben, vielmehr führt unser Weg wieder in Richtung Altenburg zurück“, bemerkt Klaus Rothe.

Ihre Frauen hatten sie mit dem Auto hierher gebracht und nun wollen sie den ganzen Weg zu Fuß zurücklaufen. „Früher sind wir noch mit dem Zug von Altenburg nach Narsdorf gefahren und liefen von da aus durch etliche Dörfer heimwärts. Doch leider gibt es die Bahnlinie nicht mehr und auch einige Gasthäuser entlang des Weges sind geschlossen“, bedauert Klaus Rothe.

An einer langen Tischreihe feierten die Mannen des Geithainer Carnevalclubs ihren Männertag. „Seit über 20 Jahren nehmen wir den Tag zum Anlass, auf Wandertour zu gehen. Da wir von Haus aus eine fröhliche Truppe sind, fällt es uns nicht schwer, gemeinsam den Tag zu begehen“, sagt Manfred Oeser. Weiterhin meint er, „Wenn das Wetter einmal nicht mitspielt und aus dem wolkenverhangenen Himmel Regen fällt, lassen wir das Ereignis dennoch nicht ausfallen. Da laufen wir eben mit dem aufgespannten Regenschirm los.“

Zum diesjährigen Männertag konnten sie den Regenschirm getrost zu Hause lassen. Bei herrlichem Sonnenschein und strahlend blauen Himmel war der Tag für einen Männerausflug bestens geeignet. Und so füllte sich zusehends das Areal am Lindenvorwerk. Nahmen die einen auf dem Kremser Platz, um in fröhlicher Runde auf Tour zu gehen, nutzten andere die Möglichkeit, mit dem Fahrrad einen Ausflug zu unternehmen. Für Udo Hammer war es eine gute Gelegenheit mit seinem Sohn Peter eine Radtour zu starten. „Da mein Sohn außerhalb wohnt, sehen wir uns nicht so oft, doch dieser Tag gibt uns eine Chance, gemeinsam auf Tour zu gehen“, freut sich Udo Hammer.

Der Wirt vom Lindenvorwerk, Wolf-Peter Hetzer, erklärt, dass an so einem Tag über 2000 Leute hier vorbeischauen würden. „Der Männertag hat bei uns Tradition. Nicht nur aus den Umlandgemeinden kommen die Leute zu uns, auch aus dem Leipziger, Chemnitzer und besonders Altenburger Raum lassen sie sich das Ereignis nicht entgehen. Zu DDR-Zeit wurde der Tag tatsächlich nur von Männern begangen. Jetzt, wo dieser Tag ein Feiertag ist, nutzen ihn viele Familien, um gemeinsam einen Ausflug ins Grüne zu erleben“, hebt Wolf-Peter Hetzer hervor.

Für Andreas Hahn ist am Männertag Alkohol tabu. „Wenn ich mit meinem Oldtimermotorrad unterwegs bin, so wie heute, trinke ich keinen Tropfen. Mit Freunden eine Ausfahrt auf den alt ehrwürdigen Vehikeln zu machen, ist doch immer wieder ein schönes Erlebnis“, sagt er.

Eine Gruppe von sechs Männern freute sich über das herrliche Radwander-Wetter. „Von hier aus fahren wir über 30 Kilometer bis nach Lucka. Das kann aber eine ganze Weile dauern, denn wo sich eine Gelegenheit zur Einkehr bietet nutzen wir diese aus“, bekräftigt Ralf Schütze.

Von Renè Beuckert

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