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Borna Lobstädt hat einen Katzenmörder
Region Borna Lobstädt hat einen Katzenmörder
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15:30 17.07.2015
Die Tierfreunde sind erschüttert. Quelle: Cornelia Braun
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Lobstädt

Das ist die traurige Geschichte aus der Schloßstraße, über die Jannine Kubinyi aus Lobstädt die LVZ informierte.

„Es begann im vorigen Jahr. Vom Nachbareingang Schloßstraße 23 verschwand eine Katze, wenig später unser Kater Laky", erzählt die Mutter von zwei Kindern (7 und 14). Die tierliebende Familie entschloss sich, eine Wildkatze aufzuziehen. „Der Kater hieß Charlie. Leider kam er am 7. September gegen 15 Uhr nur noch auf drei Beinen zu uns gehumpelt", sagt die 36-Jährige. „Wir sind gleich zum Tierarzt. Doch wir mussten Charlie einschläfern lassen", so die Lobstädterin weiter. Die rechte vordere Pfote habe nur noch wie ein Lappen an dem Tier gehangen. Die Tierärztin hätte gemeint, dass der Kater Opfer einer Tellerpfanne mit Zacken geworden sei. „Jemand muss Charlie aus der Falle befreit haben", glaubt Kubinyi. „Ich habe Anzeige bei der Polizei erstattet, schließlich ist es verboten, Fallen aufzustellen", erzählt sie traurig. Wenn jemand etwas gegen Wildkatzen habe, „dann soll er das bei der Gemeinde melden", aber diese nicht umbringen. Obwohl derzeit noch fünf wilde Katzen in der Schloßstraße leben, wollen die Kubinyis keine neue Katze. „Meine Kinder Leonie und Emi haben den Verlust der Tiere nur schwer verkraftet", sagt die Mutter. Empört über den Umgang mit Katzen in Lobstädt ist Michaela Angermann vom Tierschutzverein Borna. „Keinesfalls kann toleriert werden, dass frei lebende Katzen vergiftet oder in Fallen gefangen und getötet werden. Dies steht im eklatanten Widerspruch zu dem seit 2002 im Grundgesetz verfassungsrechtlich verbrieften Schutz der Tiere." Das Problem frei lebender Katzen könne jedoch nicht durch Erlass eines Fütterungsverbotes behoben werden. Im Gegenteil: Das Einstellen der gewohnten Fütterung führe zu einer Vergrößerung des Elends, da die Tiere unter Umständen einem qualvollen Hungertod ausgeliefert wären. „Die Tötung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund wird ebenso wie das Zufügen von erheblichen, länger anhaltenden Schmerzen und Leiden als Straftat der Tierquälerei mit Haft bis zu drei Jahren oder mit Geldauflage bestraft oder als bußgeldbewehrte Ordnungswidrigkeit geahndet", erklärt die Tierschützerin. Die Tierschützer würden dabei eng mit dem Veterinäramt beim Landratsamt Leipziger Land zusammenarbeiten. Das bestätigte die Amtsleiterin des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes, Dr. Asja Möller. „Der Tierschutzverein darf derartige Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten nicht ahnden. Das können nur wir tun", so Möller. Wer Tierquälerei wahrnimmt, sollte eine Anzeige aufgeben. „Um der Entwicklung großer frei lebender Katzenpopulationen wirkungsvoll begegnen zu können, sollten frei lebende Katzen kastriert werden", rät Michaela Angermann. Diese Tiere könnten jedoch nicht in Tierheimen untergebracht werden. Sie gingen wörtlich gesprochen „die Wände hoch" und stünden unter Dauerstress. Nach der Kastration würden die Tiere deshalb wieder frei gelassen.

Cornelia Braun

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