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Borna Löcher im Damm: Schäden am Rückhaltebecken Serbitz-Thräna nach Flutung
Region Borna Löcher im Damm: Schäden am Rückhaltebecken Serbitz-Thräna nach Flutung
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09:57 17.08.2010
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Regis-Breitingen

Akute Gefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, wie die Landestalsperrenverwaltung (LTV) mitteilte. Seitens der Stadtverwaltung Regis-Breitingen wurde Kritik am Informationsmanagement der Behörde laut.

Wegen einer Flutwelle der Pleiße mit Alarmstufe 3 wurde das Wasser aus Thüringen seit Donnerstagnachmittag im sanierten Rückhaltebecken in Regis-Breitingen gestaut (die LVZ berichtete). Diese Anlage wurde vor Kurzem mit sechs Millionen Euro saniert, weil es in der Vergangenheit Probleme mit der Standsicherheit gab. "Glücklicherweise sind wir damit jetzt fertig und können das Becken nutzen", sagte Bobbe Ende der vergangenen Woche.

Am noch nicht modernisierten Teil des nordöstlichen Dammes bemerkten die Einsatzkräfte der Landestalsperrenverwaltung, dass Wasser ins Speicherbecken Borna durchsickerte. Der für Regis-Breitingen zuständige Staumeister der LTV, Karl-Heinz Glöckner bestätigte gestern, dass "Schadstellen mit Sandsäcken gesichert wurden, um keine weiteren Wassermengen in das benachbarte Becken laufen zu lassen." Augenzeugen berichteten der LVZ, dass Einsatzkräfte am späten Sonntagabend Sandsäcke ankarrten und an den betroffenen Stellen verbauten. Karl-Heinz Glöckner erklärte, was damit passierte: "Um einen Druckausgleich zwischen den beiden Becken herzustellen, wurden an den Austrittsstellen Röhren gebaut, um das Niveau der Wasserstände in beiden Becken einander anzugleichen. Damit soll erreicht werden, dass kein Wasser mehr überlaufen kann." Gestern Nachmittag lief noch kontrolliert Wasser in das Speicherbecken. In den kommenden Stunden sollte aber auch dieser Fluss gestoppt sein.

Unterdessen wunderte sich gestern und am Wochenende auch Regis-Breitingens Bürgermeister über die Aktivitäten rund um den Damm. "Wir haben weder Informationen zur Flutung des Rückhaltebeckens Serbitz-Thräna noch über die spätere Entstauung des Beckens durch das Pleiße-Wehr erhalten", so Kratzsch. Gemessen an den peniblen Informationsschemen zu Pegelständen, "wo die Verwaltungen permanent über Veränderungen informiert werden", sei das im Falle des An- und schließlich Entstauens des Rückhaltebeckens "unbedingt nötig gewesen", forderte Kratzsch - "insbesondere bei diesem gerade wieder hochaktuellen Thema."

Von entsprechender Stelle des LTV sei Kratzsch versichert worden, dass das künftig verbessert würde. Auch Karl-Heinz Glöckner meinte: "Diese Jacke ziehe ich mir auch mit an. Da aber nie dramatische Entwicklungen absehbar waren und die eingeleiteten Maßnahmen schlichtweg vorsorglich gemacht wurden, erschienen uns diese Informationen nicht so überaus wichtig. Aber das werden wir künftig besser machen", so Glöckner.

Die defekten Stellen im Damm werden nunmehr weiter kontrolliert. Ständige Untersuchungen sollen zudem Erkenntnisse darüber liefern, welche Sicherungsmaßnahmen eingeleitet würden. Bürgermeister Kratzsch sei von LTV-Betriebsleiter Axel Bobbe versichert worden, dass "auch der nicht modernisierte Teil des Rückhaltebeckens nun Priorität für weitere Sanierungsarbeiten erhalten habe", so Kratzsch.

Thomas Lieb

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