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Borna Loses Telefonkabel sorgt für Knistern in der Leitung
Region Borna Loses Telefonkabel sorgt für Knistern in der Leitung
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01:00 24.10.2012
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Oellschütz

Schuld daran ist ein loses Telefonkabel, das wie ein Gartenschlauch auf dem Grundstück liegt und teilweise in die Erde eingewachsen ist.

Die Telekom hat auf Anfragen des Tierheims und der Stadtverwaltung immer nur vertröstet. Unter der Nummer 034492/2 42 66 gibt es zwar einen Anschluss – aber was für einen miserablen. Rauschen, Kratzen, verschluckte Silben, Tonstörungen bis hin zum vollständigen Kollaps. Hans-Jörg Hellriegel, der seit 1993 zusammen mit seiner Frau Bärbel das Tierheim in Oellschütz führt, warnt jeden Anrufer, der zu ihm durchkommt: „Rufen Sie mich lieber auf dem Handy an, die Verbindung kann jeden Moment unterbrochen werden."

Für ein Tierheim, das häufig mit Behörden, Ärzten, Kommunen, Privatpersonen und selbst der Polizei zu tun hat, ist das schlichtweg eine Katastrophe. „Wir fühlen uns wie abgeschnitten", schimpft der Oellschützer, der sich das Problem mit seinem Nachbarn teilt.

Schuld an dem telefonischen Notstand ist ein Kabel, das rund 300 Meter lose auf den Grundstücken bis ins Dorf verläuft, über Stock und Stein, Zäune und Hauseinfahrten führt und an manchen Stellen sogar in die Erde eingewachsen ist. „Wenn es regnet, wird es ganz schlimm", weiß Hans-Jörg Hellriegel aus Erfahrung. „Dann hört man überhaupt nichts mehr. Telefonisch sind wir das Dresden der Neuzeit."

Dabei ist die schlechte Verbindung nicht erst seit gestern oder vorgestern akut. Sechs Jahre lang quälen sich die Hellriegels und ihre Nachbarn schon mit der unzurechnungsfähigen Telefonleitung. Damals wurde die Kreisstraße vor ihrer Haustür saniert, und das Tierheim sollte im gleichen Atemzug mit verkabelt werden. Aber das ist nicht passiert, aus welchem Grund auch immer. Seitdem vertrauen die Mitarbeiter auf ihr Handy, obwohl die Funkverbindung auch recht bescheiden aussieht, wie Hans-Jörg Hellriegel bestätigt. „Aber besser als gar nichts", seufzt er resigniert. „Wir rufen schon ständig bei der Telekom an, die haben doch eine Bringepflicht uns gegenüber. Wir brauchen bloß Tierheim zu sagen, da wissen sie schon Bescheid. Aber man wird immer wieder vertröstet, das interessiert die einfach nicht."

Darüber hinaus ist Gefahr im Verzug, wenn die Straßenreinigung durch Oellschütz fährt oder an den Rändern das Gras gemäht wird. „Dann renne ich schnell raus", erzählt Hellriegel, „damit sie nicht aus Versehen das Telefonkabel durchtrennen. Das kann schnell passieren, man sieht es manchmal kaum."

Auch im Groitzscher Rathaus ist das Problem der Oellschützer bekannt, bestätigte der Bürgermeister Maik Kunze (CDU). „Eine Mitarbeiterin hatte sich schon vor einiger Zeit mit der Telekom in Verbindung gesetzt und um Abhilfe gebeten, aber es ist nichts passiert. Uns sind hier leider die Hände gebunden." Eine Anfrage unserer Zeitung an die Telekom ist bis gestern Abend noch nicht beantwortet worden.

Kathrin Haase

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