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Borna Lotto-Glück: Zwei Millionen Höchstgewinn 2016 im Landkreis Leipzig
Region Borna Lotto-Glück: Zwei Millionen Höchstgewinn 2016 im Landkreis Leipzig
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10:15 24.04.2017
Im Jahr 2016 gab es im Landkreis Leipzig einen Lotto-Millionär. Quelle: Volkmar Heinz
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Landkreis Leipzig

Auch im letzten Jahr gab es im Landkreis Leipzig wieder einen Lotto-Millionär. Der oder die Glückliche erhielt die gute Nachricht im Februar 2016 – und war nach der Ziehung des Eurojackpots um 2,1 Millionen Euro reicher.

Es war nicht der einzige hohe Gewinn für Lotto-Spieler zwischen Gerichshain, Groitzsch und Geithain, wie Kerstin Waschke, Pressesprecherin von Sachsenlotto sagt. Im Spiel 6 aus 49 lag der Höchstgewinn bei 279 000 Euro. Bei der Super-6 wurden in zwei Fällen jeweils 100 000 Euro ausgeschüttet. „6 aus 49 ist nach wie der Klassiker“, sagt die Sachsenlotto-Sprecherin. „Das wird vor allem von Spielern im Alter von 40 Jahren und mehr gespielt.“ Also von Leuten, „die das schon immer spielen“.

Für die Glückspilze, für die es bei Gewinnen über 1000 Euro keine Barauszahlung gibt und die sich im schönen Falle eines Falles zur Sachsenlotto-Zentrale nach Leipzig bemühen müssen, gilt nach wie vor der Rat, nach einem Gewinn die Füße still zu halten. Überlegenswert sei zudem, was mit dem Geld gemacht wird. Während es in einer Großstadt wie Leipzig womöglich kein Problem ist, das Geld beim eigenen Kreditinstitut zu deponieren, ohne das jemand anderes davon Wind bekommt, könne das in kleineren Städte durchaus anders sein, warnt Sprecherin Waschke. Zu empfehlen sei deshalb der Wechsel der Bank – und das möglichst auch in einem anderen Ort.

Immerhin haben die Sachsen im letzten Jahr 312 Millionen Euro für staatliche Lotterien und Wetten eingesetzt. Das macht pro Kopf einen Spieleinsatz von 1,47 Euro.

Von den privaten Investitionen ins staatliche Glücksspiel profitiere auch die Allgemeinheit, sagt Kerstin Waschke. Im Jahr 2016 habe Sachsenlotto 121 Millionen Euro an Lotterie- und Sportwettsteuern, Glücksspielabgaben und Zweckerträgen an den Freistaat Sachsen überwiesen. Das Geld komme gemeinnützigen Zwecken zugute, fließe etwa an den Landessportbund, die Freien Wohlfahrtsverbände und die sächsischen Musikschulen. Aber auch das Landesamt für Archäologie und die Landesstiftung Natur und Umwelt erhielten aus diesem Top Zuwendungen.

Dennoch hat das staatliche Glücksspiel auch eine zweite Seite, wie auch Sprecherin Waschke einräumt – Stichwort Spielsucht. Damit gehe Sachsenlotto aber offen um. Seit dem Jahr 2006 werden die Leiter der insgesamt 1200 sächsischen Lotto-Annahmestellen vom Hamburger Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung regelmäßig geschult. Kerstin Waschke: „Das letzte Mal im vorigen Jahr.“ Dabei werden auch die 35 Annahmestellenleiter im Landkreis Leipzig nicht nur nach ihren Erfahrungen befragt, sie lernen auch, wie sie Suchtgefahren bei ihren Kunden erkennen können. Etwa dann, wenn ein langjähriger regelmäßiger Kunde, der immer für zehn Euro gespielt hat, plötzlich sein Spielverhalten ändert. „Wenn er anfängt, sich Geld zu leihen.“ Das seien Momente, in denen die Mitarbeiter in den Lotto-Annahmestellen versuchen sollten, den Kunden in einer ruhigen Minute anzusprechen.

Ohnehin haben die Mitarbeiter eine gewisse Kontrollpflicht. Schließlich darf nur Lotto spielen, wer volljährig ist. „Im Zweifelsfall müssen sich unsere Mitarbeiter auch den Ausweis zeigen lassen.“

Sachsenlotto gibt es in diesem Jahr seit einem Vierteljahrhundert. Seither gab es im Freistaat 130 Lotto-Millionäre.

Von Nikos Natsidis

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