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Borna Lückenschluss statt Huckelpisten – Borna feilt am Radwegkonzept
Region Borna Lückenschluss statt Huckelpisten – Borna feilt am Radwegkonzept
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00:18 23.07.2017
Borna soll noch in diesem Jahr ein Radwegkonzept bekommen. Quelle: LVZ-Archiv
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Borna

An sich gibt es eine Reihe von Radwegen in und um Borna. Die sind zwar im Wesentlichen befahrbar, allerdings gibt es Lücken, und bisweilen handelt es sich um Huckelpisten. Ein Problem, das im Rathaus bekannt ist, wie Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) sagt. Die Stadt will die Probleme für Pedalritter Stück für Stück lösen. Möglichst noch in diesem Jahr soll ein Radwegkonzept vorliegen, um Fördermittel zielgerichtet beantragen zu können.

Wer mit dem Drahtesel unterwegs ist, kommt immer wieder an Grenzen. Oder vielmehr an Stellen, an denen es nicht mehr weitergeht. Etwa an der Staatsstraße 50 Richtung Deutzen, wo der Radweg hinter der Abfahrt nach Lobstädt endet. Oder im Bornaer Norden, wo sich für Radfahrer eine Lücke Richtung Haubitz auftut. Wer an der Sana-Klinik in Richtung der Leipziger Straße mit zwei muskelbetriebenen Rädern unterwegs ist, hat mit der Qualität der Piste Probleme.

Das alles soll sich ändern, sagt Oberbürgermeisterin Luedtke. Das allerdings ist auch eine Geldfrage. Wie sich die beantworten lässt, ist auch entscheidend für die Antwort auf die Frage, wie sich Radfahrer künftig durch die Stauffenbergstraße bewegen. „Wir wissen, dass dort viele Radfahrer unterwegs sind“, so Luedtke mit Blick auf das stark frequentierte Landratsamt. Offen sei aber noch, ob dort ein Extra-Radweg auf der Fahrbahn markiert wird oder ob sich Fußgänger und Radfahrer den Bürgersteig teilen müssen.

Handlungsbedarf gibt es zudem am südlichen Bornaer Ortsausgang. Hinter dem Ortsausgangsschild in der Leipziger Straße fehlt es an einer speziellen Piste für Radfahrer, obwohl die Strecke Bestandteil des Wyhra-Radwegs Richtung Frohburg ist. Noch nicht als solcher ausgewiesen ist der Radweg Borna – Grimma, der von Borna aus Richtung Dittmannsdorf führt. Der Grund: Sowohl in Bad Lausick als auch im Frohburger Ortsteil Flößberg fehlen Teile der Trasse.

Dabei erfreut sich das alternative Verkehrsmittel durchaus auch in Borna wachsender Beliebtheit. Auch in der Stadtverwaltung selbst, wo es sechs Diensträder gibt, die von Mitarbeitern für mehr oder weniger kurze innerstädtische Wege genutzt werden – statt der Dienstautos, zu denen jetzt auch ein Renault gehört, der elektrisch angetrieben wird. Was die Oberbürgermeisterin freut: dass die Radfahrer in Borna weniger aggressiv unterwegs sind als etwa in der Leipziger Innenstadt. Was nicht heißt, dass sich alle Radfahrer an die Regeln halten – Stichwort Einbahnstraßen. Gerade in Straßen wie dem Reichssteinweg komme es immer wieder vor, dass Pedalritter entgegen der Fahrtrichtung unterwegs sind.

Dass die Stadt Borna jetzt überhaupt einen Ausbau des vorhandenen städtischen Radwegenetzes ins Visier nehmen kann, hängt auch mit veränderten Fördermöglichkeiten zusammen. Bisher, so Luedtke, habe es keine Gelder für Radwege und Bürgersteige gegeben. Das habe sich Ende des letzten Jahres geändert.

Von Nikos Natsidis

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