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Borna Luedtke: Trotz steigender Personalkosten bleiben Elternbeiträge in Borna stabil
Region Borna Luedtke: Trotz steigender Personalkosten bleiben Elternbeiträge in Borna stabil
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12:17 08.06.2016
Bei den Bornaer „Grashüpfern“ wurde das Dach saniert. Hier hat Mario Krause von der Bunzel GmbH Dachbahnen als Endabdeckung auf dem Erker verschweißt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Die Beiträge für die Kinderbetreuung in Borna bleiben weiterhin stabil. Das hat die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) jetzt angekündigt. Inwieweit das auch im nächsten Jahr so bleibt, wenn die Tariferhöhungen für die Mitarbeiter wirksam werden, lasse sich derzeit noch nicht sagen.

Luedtke verweist darauf, dass sich die Beiträge für die Kinderbetreuung in den Einrichtungen der Stadt „seit einigen Jahren konstant auf einem niedrigen Niveau“ halten. Möglich sei dies, weil die Kindereinrichtungen in Borna in den letzten Jahren vielfach energetisch saniert wurden, was eine nachhaltige Senkung der Betriebskosten zur Folge habe.

Andererseits, so Oberbürgermeisterin Luedtke weiter, gebe es „stetig steigende Personalkosten“ sowie einen „nach oben korrigierten Personalschlüssel im Kindergartenbereich“. Und weiter: „Die von den Eltern zu zahlenden Beiträge für die Kinderbetreuung in den Bornaer Kindereinrichtungen halten sich seit einigen Jahren konstant auf einem niedrigen Niveau.“ Und weiter: „Diese Anpassungen sind richtig und wichtig, um eine optimale Betreuung unserer Kinder gewährleisten zu können.“

Außerdem habe es im letzten Jahr „zahlreiche Werterhaltungsmaßnahmen“ gegeben. Derzeit werde die Kindertagesstätte Am Hochhaus energetisch saniert. Das führte zu einem „erhöhten Kostenaufwand“. Luedtke erklärte, es sei trotzdem gelungen, die Elternbeiträge auf einem „verhältnismäßig geringen Wert“ zu halten. Die tatsächliche Steigerung beliefe sich auf weniger als ein Prozent.

Ab September liege der Referenzwert für eine neunstündige Betreuung in der Krippe bei 178 Euro und im Kindergartenbereich bei 119 Euro. Der Referenzwert für die sechsstündige Betreuung im Hort belaufe sich auf 69 Euro. Damit bekräftige Borna seinen Anspruch, eine familienfreundliche Stadt im Landkreis Leipzig zu sein.

An der Ablehnung des Vorstoßes von Stadträten mehrerer Fraktionen zur Senkung von Elternbeiträgen für die Kindereinrichtungen in Borna, der auf der Stadtratssitzung im Mai diskutiert wurde (die LVZ berichtete), hält die Rathauschefin weiter fest. Zwar könne es dadurch einen Nachlass für Eltern von womöglich acht, neun Euro geben. Insgesamt gingen Borna damit aber 360 000 Euro verloren, „die wir nicht verschenken können“. Sollte dennoch ein entsprechender Beschluss gefasst werden, „dann muss ich in Widerspruch gehen“. Durch ein Minus von 360 000 Euro im städtischen Finanzsäckel müssten zahlreiche freiwillige Leistungen auf den Prüfstand gestellt werden.

Von Nikos Natsidis

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