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Luedtke kandidiert für zweite Amtszeit in Borna

Luedtke kandidiert für zweite Amtszeit in Borna

Die Oberbürgermeisterin von Borna, Simone Luedtke (Linke), wird für eine zweite Amtszeit in Borna kandidieren. Wie sie auf dem Neujahrsempfang der Stadt am Sonnabend sagte, werde sie sich nicht um das Mandat des Landrates bemühen oder in den Landtag wechseln.

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Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke bei ihrer Ansprache zum Neujahrsempfang von Borna im Saal der Lebenshilfe.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. "Ich habe zu Beginn meiner ersten Amtszeit deutlich formuliert, dass ich, solange ich Ideen und Visionen für unsere Stadt habe, Oberbürgermeisterin bleiben möchte", sagte Luedtke. Auch die Ehrenamtspreise der Stadt Borna wurden beim Empfang vergeben.

Vor rund 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zog Luedtke eine Bilanz ihrer bisherigen Amtszeit. So habe sich die Bergarbeiter- und Industriestadt zu einem Wohn-, Freizeit- und Gewerbestandort entwickelt. Sanierte Schulen und Kindereinrichtungen, neue Sportstätten und das innerstädtische Erholungsgebiet "Breiter Teich" würden Borna prägen. Unter Luedtkes Ägide hätten sich die Schulden der Stadt halbiert. Dennoch seien seit 2009 rund 50 Millionen in die soziale und harte Infrastruktur investiert worden. Auch wenn Borna immer noch zu viel Stadt für zu wenig Einwohner habe, schaut Luedtke optimistisch in die Zukunft. Erstmals wären im vorigen Jahr wieder mehr Menschen nach Borna gezogen als weggegangen. "Und ich sage mal mutig voraus, im nächsten Jahr knacken wir die zwanzigtausender Grenze bei den Einwohnerzahlen", sagte die Oberbürgermeisterin.

Trotz dieser positiven Entwicklung sorgte die überraschenden Unterbringung von mehr als 60 Asylbewerbern im Apart Hotel von Böhlen für heftige Debatten. "Ich war irritiert und wütend", sagte Sachsens Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping (SPD). Die Entscheidung der Landesdirektion Sachsen, wegen der Überfüllung des Chemnitzer Erstaufnahmelagers nach Böhlen auszuweichen, müsse die Ausnahme bleiben. Köpping kritisierte die späte Information an die Kommune und den Landkreis. Beim sächsischen Innenministerium habe sie Betreuer gefordert, die sich mit den Bewohnern in der Nachbarschaft des Hotels in Verbindung setzen. "Dieser Fall verdeutlicht einen Umgang, den wir nicht wollen", so Köpping.

Auch Landrat Gerhard Gey (CDU) reagierte verärgert. "Es hätte Alternativen gegeben", sagte er. Durch die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen, die noch in Gemeinschaftsunterkünften wohnen, hätten in kurzer Zeit Kapazitäten zur Verfügung gestanden. Außerdem hält Gey die vertragliche Bindung des Hotels bis März für völlig unsinnig. "Hier fließt Geld, auch wenn keine Unterbringung erfolgt - das ist nicht zu rechtfertigen." Auf den Vorwurf der Verschwendung wollte Michael Feist, Vizepräsident der Landesdirektion Sachsen in Leipzig, nicht eingehen. Er bestätigte jedoch, dass die derzeit untergebrachten Flüchtlinge das Hotel am Mittwoch verlassen werden. Ob dann weitere Flüchtlinge kommen, sei derzeit nicht bekannt. "Wir können aber jederzeit in die Situation geraten, neue Asylbwerber unterbringen zu müssen", so Feist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.01.2015
Birgit Schöppenthau

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