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Borna Luedtkes Vorsatz: Borna ist bis 2022 schuldenfrei
Region Borna Luedtkes Vorsatz: Borna ist bis 2022 schuldenfrei
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10:30 24.01.2016
Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) spricht beim Neujahrsempfang. Quelle: Andreas Döring
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Borna

An Vorsätzen für das neue Jahr mangelt es Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) nicht. Sie will Veränderungen, „die wir uns von ganzem Herzen wünschen“, vorantreiben. In ihrer Rede auf dem Neujahrsempfang am Sonnabend in den Räumen Bornaer Ortsverbandes im Technischen Hilfswerk (THW) sprach sie über die Ansiedlung weiterer Unternehmen im Gewerbepark Ost, über Pläne eines prominenten Investors zur Übernahme des ehemaligen Pressenhauses in Witznitz, über Investitionen in Bildungs- und Kindereinrichtungen und über den Abbau der kommunalen Schulden bis zum Ende ihrer Amtszeit im Jahr 2022. Das sei ihr persönliches Ziel, so Luedtke. „Ich denke, aus heutiger Sicht ist das ein sehr realistisches Ziel.“

Die positive Bilanz der zurückliegenden Jahre würde sie bestärken. So habe die Stadt Borna im Jahr 2008 Schulden in Höhe von neun Millionen Euro verzeichnet. 2013 sei die Summe auf rund 4,9 Millionen Euro fast halbiert worden. Ende 2015 habe nur noch eine rote Zahl von 3,85 Millionen und eine Pro-Kopf-Verschuldung von 198 Euro die Stadt belastet.

Mehr als 150 Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren der Einladung der Kommune gefolgt, um das Jahr 2015 Revue passieren zu lassen und die Herausforderungen der kommenden Monate zu diskutieren. Wie beim Neujahrsempfang im vorigen Jahr dominierte die Aufnahme von Flüchtlingen in Borna und im Landkreis das Gespräch. Mit ihrer Forderung nach mehr Unterstützung und finanziellen Mitteln für die zusätzlichen Aufgaben in den Kommunen hatte Luedtke die Steilvorlage gegeben. „Das geht an die Landes- und Bundesebene“, stellte sie klar.

Sie appellierte zudem an den kommunalen Solidargedanken. Wie die Stadt Borna, die Ende des Jahres 640 Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen versorgte, hätten auch die Kommunen Grimma, Wurzen, Frohburg, Regis-Breitingen, Elstertrebnitz und Rötha überproportional mehr Asylbewerber als nach der vorgegebenen Verteilquote aufgenommen. „Angesichts der chronischen Unterversorgung der Kommunen, auch, aber nicht nur wegen der Geflüchteten, helfen die Sofortprogramme und einmaligen Zuweisungen nicht auf Dauer“, sagte Luedtke.

Mit der Übergabe des Ehrenamtspreises folgte das Bornaer Stadtoberhaupt auch in diesem Jahr einer Tradition der Stadt. In die Liste der bislang Geehrten reihen sich nun Michael Potkownik, geistiger Vater des Lutherzyklus und Regisseur des Lutherspektakels, Klaus Sachse (SPD), einer der dienstältesten Stadträte von Borna, und die erste Damenmannschaft der Volleyballer des SV Einheit Borna, die in den zurückliegenden Jahren einen spektakulären Durchmarsch durch mehrere Ligen hingelegt haben, ein. Neben der Laudatio auf jeden Einzelnen betonte Luedtke die Rolle des Ehrenamtes. Vereine, davon 136 in Borna, würden das gesellschaftliche Leben einer Kommune prägen. „Sie sind der Pulsschlag der Stadt“.

Von Birgit Schöppenthau

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