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Borna Luther 2.0 - „Mönsch Martin“ zum Reformationsjubiläum im Kirchenbezirk
Region Borna Luther 2.0 - „Mönsch Martin“ zum Reformationsjubiläum im Kirchenbezirk
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05:00 31.05.2017
Das Luther-Musical wird auch in der Bornaer Stadtkirche aufgeführt. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna/Brandis

Rock und Swing gab es in der Lutherzeit zweifellos noch nicht. Dass die Klänge der Neuzeit aber durchaus zur Beschreibung des Lebens des großen Reformators taugen, davon können sich Besucher Ende Oktober überzeugen – bei der Aufführung des Musicals „Mönsch Martin“ in Brandis, Kohren-Sahlis, Pegau und Borna. Es handelt sich zweifellos um eins der größten Projekte anlässlich des Reformationsjubiläums in diesem Jahr im Kirchenbezirk Leipziger Land. Die Proben dafür laufen seit Ostern, sagt der Bornaer Kantor Jens Staude, in dessen Händen die Gesamtleitung der vier Aufführungen liegt.

„Mönsch Martin“ entstand anlässlich des 33. Evangelischen Kirchentages 2011 in Dresden. Die Komposition stammt von den drei Kantoren Matthias Grummet, Ulrich Meier und Enrico Langer aus Zwickau, Auerbach und Ehrenfriedersdorf. Es handelt sich um ein einstündiges Stück, in dem wesentliche Stationen des Lebens von Martin Luther beleuchtet werden – musikalisch und auch von Schauspielern. Bei den Protagonisten auf der Bühne handelt es sich um Kinder und Jugendliche, von denen allein 60, 70 Sänger sind. „Das würden wir allein nicht schaffen“, macht Staude klar, weshalb nicht nur die Kurrenden in Borna, Kohren-Sahlis und Pegau, sondern auch ein Chor des Bornaer Teichgymnasiums unter Leitung von Andreas Schitke mitwirken. Für die Instrumentalbegleitung sorgt die Band der Musikschule „Ottmar Gerster“. Aus den Jungen Gemeinden kommen Darsteller, wobei Luther angesichts der Zahl von insgesamt vier Aufführungen mehrfach besetzt ist.

Ausgangspunkt der Geschichte ist das Erweckungserlebnis, das aus dem Jurastudenten Luther im Jahr 1505 einen Mönch macht. Der spätere Reformator war seinerzeit in der Nähe von Erfurt in ein schweres Gewitter geraten und beschloss hernach ins Kloster einzutreten. Weitere Lebensstationen von Luther sind ein Wirken in Wittenberg und sein Auftritt vor dem Reichstag in Worms. Auch Luthers Ehefrau Katharina von Bora und der Maler Lucas Cranach sind mit von der Partie. Erzählerische Klammer der Geschichte ist Oma Lehmann, die bei einem Kirchenbesuch mit ihren drei Nichten auf das Thema Luther stößt.

Wer bei der Musik allerdings nun an Chöre und Choräle denkt, muss mit einem anderen Sound rechnen. Zu hören sind Hiphop und Blues, und das wohl bekannteste Lied aus der Feder von Martin Luther – „Ein feste Burg ist unser Gott“ – klingt ganz anders als es brave Kirchgänger im Ohr haben dürften. „Mönsch Martin“ – das ist Luther 2.0.

Längst wird das Musical nicht nur im Bereich des Sächsischen Landeskirche aufgeführt. Davon zeugen Aufführungen im hessischen Pfungstadt, in Bayreuth oder auch in Halle. Im Kirchenbezirk Leipziger Land ist es in Brandis (27. Oktober), Kohren-Sahlis (28. Oktober), Pegau (29. Oktober) sowie Borna (31. Oktober) zu hören.

Von Nikos Natsidis

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