Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna MS Pegau auf hoher See: Karneval-Klub sorgt für spannendes Bordprogramm
Region Borna MS Pegau auf hoher See: Karneval-Klub sorgt für spannendes Bordprogramm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 14.11.2016
Die Pegauer Rasselbande führt einen fetzigen Piratentanz auf. Quelle: Kathrin Haase
Anzeige
Pegau

Eine Seefahrt, die ist lustig. Erst recht, wenn der Kahn auf den Namen „MS Pegau“ hört – Heide und Herta würden sagen Mumienschlepper – und wenn Karnevalspräsident Heiko Günther den Kapitän und Vizepräsidentin Mandy Wagner die Chefstewardess geben. Mit flotten Sprüchen holten sie am Sonnabend das Volkshauspublikum ins Boot und ritten dreieinhalb Stunden über hohe Wellenberge. „Leinen los – aloha he, die MS Pegau sticht in See“, unter diesem Motto segeln sie nun über die Meere.

Die Narren der Elsterstadt haben das Volkshaus geentert. Unter dem Motto „Leinen los – aloha he, die MS Pegau sticht in See“ absolviert der Pegauer Karneval-Klub seine 53. Saison. Bei ihm ist eine Seefahrt besonders lustig. Ob das Publikum das aushält, muss es bei den Rettungsübungen beweisen.

Vor den Augen des Prinzenpaares Madeleine I. und Tilo I. sorgte die Crew für gute Unterhaltung an Bord. Noch bevor Uwe Heimann seinen Klassiker „Pegau Helau“ anstimmte, hatten die Jugend-Tanzmariechen Chayenne Wiesemann und Laila Nitzschke ihre ersten Spagate und Salti absolviert, Turntrainer Wolfgang Täumel war stolz auf seine Mädchen. Alsdann übernahm die von Mandy Wagner trainierte Funkengarde die Bühne, amtierende Sächsische Meister im karnevalistischen Tanzsport, und machte das Publikum mit Hochgeschwindigkeitstanz seekrank.

Die MS Pegau hatte Fahrt aufgenommen. Büttenrednerin Charlotte Gozik erzählte in Reimen von ihrer sturmfreien Bude und einer Grillparty im Wohnzimmer, dass Tom an der Lampe hing und wie einst Tarzan mit Gebrüll auf den Grill flog. Irgendwas mit Erdbeerbowle war auch noch... Zu allem Übel kamen die Eltern früher nach Hause, die Oma sparte nicht mit Ratschlägen – und wenn sie nicht gestorben sind, so stänkern sie noch heute.

Wie bei einer echten Kreuzfahrt steu- erte der PKK-Luxusliner eine Sehens- und Hörenswürdigkeit nach der anderen an. Die Rasselbande enterte mit 30 Kinder-Piraten das Deck, die Bordkapelle Elsterbeat spielte unter der Leitung von Christine Rossa bis zum bitteren Ende, und Fridolin, der alte Fahrensmann (Uwe Heimann) schraubte die Betriebstemperatur weiter nach oben. Wenn es wie bei der Titanic irgendwo Eisberge gegeben hätte: sie wären geschmolzen. Fridolin machte einen auf Hans Albers und stimmte das berühmte Reeperbahnlied an.

Das genaue Gegenteil dieser 50er-Jahre-Romantik waren die Jumper. Wie ein Wirbelsturm sprangen die Jungspunde mit ihrem Trainer Felix Graichen über die Schiffsplanken. Zwei Minuten Vollspeed, da blieb selbst dem Publikum die Luft weg. Zur Rettung eilte die Prinzengarde mit ihrem Loveboot entgegen. Eine Männergruppe übte sich in Bordgymnastik, Lady Gaga und Beyoncé zeigten viel Haut. Und dann Beate Niedzballa und Birgit Gottschalk als Heide & Herta. Sie sammelten Geld für die Badsanierung, um weiter ihr Seniorenschwimmen genießen und dem „lecker Bademeister“ die Augen verdrehen zu können. Darauf einen Eierlikör. Stößchen!

Von Kathrin Haase

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Abenteuer ist ein Kinobesuch eher selten. Es sei denn, die Filme laufen im Kino unter Tage in Borna. Am Sonnabend haben mehrere hundert Filmfans eben dieses Abenteuer gewagt und sich Karten für die ehemalige Bergbrauerei gesichert.

14.11.2016

Aus der Not eine Tugend haben die Schnaudertaler Burgnarren aus Groitzsch mit ihrem Umzug vom Sportlerheim in den Landgasthof Michelwitz gemacht. Ihre Fans reisten mit aufs Dorf und feierten den Start in die 19. Carnevalsaison. Präsident Frank Neumann ist mit dem Auftakt mehr als zufrieden.

13.11.2016

Das Thema Mobbing ist kaum noch aus Schulen wegzudenken. Um dem schon frühzeitig entgegenzuwirken, hat Schulsozialarbeiter Henrik Frost vom Beruflichen Schulzentrum in Böhlen den Weimarer Kulturexpress eingeladen, das gleichnamige Stück vor den Jugendlichen aufzuführen.

13.11.2016
Anzeige