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Borna Machtwechsel in Geithain: Rudolph löst Bauer ab
Region Borna Machtwechsel in Geithain: Rudolph löst Bauer ab
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00:35 02.07.2015
Bürgermeisterwahl in der Region Borna-Geithain: Am Sonntag fanden die Stichwahlen statt. Quelle: André Kempner
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In Böhlen übernimmt zum 1. September der von der SPD unterstützte Kandidat, Dietmar Berndt (53). Neukieritzsch bleibt schwarz-regiert: Der Nachfolger des designierten Landrats Henry Graichen (CDU) in der Neukieritzscher Gemeindeverwaltung heißt Thomas Hellriegel (CDU).

Zuerst ausgezählt waren am Sonntagabend die Stimmen in Geithain. Der 55-jährige Frank Rudolph steigerte sein Ergebnis vom 7. Juni (41,9 Prozent) noch und erreichte 52,7 Prozent. Bauer legte leicht zu (29,3) - blieb aber abgeschlagen. Lars Graichen, der dritte verbliebene Kandidat im Bunde, holte 18 Prozent der Stimmen. Rudolph erlebte den Abend im heimischen Garten: "Es sind ein paar Leute auf Verdacht gekommen. Jetzt bleiben sie wohl länger. Ich bin zufrieden mit dem tollen Ergebnis und es zeigt, dass die Geithainer eine Veränderung wollen. Die wird jetzt in kleinen Schritten auch kommen", kündigte Rudolph an.

Thomas Hellriegel wurde in Neukieritzsch denkbar knapp zum Bürgermeister gewählt. Lediglich 37 Stimmen mehr als Einzelbewerber Maik Rakow waren es am Ende. "Ich bin erleichtert. Über den Wahlausgang und darüber, dass die Seehaus-Kampagne der vergangenen Wochen nicht den entscheidenden Ausschlag gegeben haben", so Hellriegel, der in einem turbulenten Wahlkampf nicht von seiner Position abrückte, die Pläne des Strafvollzugs in freien Formen am Hainer See zu befürworten. Hellriegel (42,9 Prozent) feierte am Abend mit seinem Vorgänger und neuem Landrat Graichen. Für Übergabegeschäfte blieb gestern aber kein Spielraum. "Wir wollen jetzt wirklich ein bisschen feiern." Rakow (41,5 Prozent) wollte gestern Abend nichts mehr sagen - er habe "den Kanal voll". Die dritte Kandidatin, Marika Nowak aus Deutzen, schaffte 15,7 Prozent - etwas weniger als am 7. Juni.

In Böhlen stand um 19.30 Uhr fest, dass die Linken einen Amtssitz verloren haben. Dietmar Berndt (SPD) fuhr seinen Vorsprung aus dem ersten Wahlgang sicher nach Hause: 56 Prozent waren es am Ende. Roswitha Brunzlaff (Linke) kam auf 31,9, Peter Kratz (CDU) auf 12,1 Prozent. Berndt: "Auch wenn es nicht mehr so überraschend war - mitgefiebert habe ich trotzdem. Ich bin erleichtert und werde mich heute Abend nach einem langen Wahlkampf mit einer kleinen Gartenparty bei meinem Wahlteam bedanken. Dann bereite ich mich in Ruhe auf den neue Job vor", so der 53-Jährige gestern.

Die Wahlbeteiligung war in allen drei Kommunen etwas schlechter als vor drei Wochen. In Böhlen gingen nur 36,9 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.06.2015
Thomas Lieb

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