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Borna Männerballett-Ausscheid: Geithainer "Kirschbuben" holen sich Goldene Wade
Region Borna Männerballett-Ausscheid: Geithainer "Kirschbuben" holen sich Goldene Wade
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15:23 01.03.2015
Menpower von den "Kirschbuben" des Geithainer Carnevals Clubs (GCC). Sie holten sich den Pokal "Goldene Männerwade". Quelle: Jens Paul Taubert

Der Säx Men Dance Contest (SMDC) verlangte am Sonnabend im ausverkauften Kulturhaus Großstolpen Opfer, um den begehrten Wanderpokal "Goldene Männerwade" zu ergattern.

Sieben Männerballetts aus ganz Sachsen - die "Hundsgrüner Bierleader" mussten grippegeschwächt absagen - schenkten sich nichts. Als Erste gingen die Markranstädter Jungs ins Rennen. Für ihre Nummer "Molly will tanzen" ließen sie in Röckchen und schwarzen Schlüppis die Hüften kreisen zu irischer Volksmusik, Twist oder Rock'n'Roll, ohne rot zu werden. Nach getaner Arbeit versammelte sich die Brigade zu einem Selfie wie bei der Oscar-Verleihung und stellte es Minuten später ins Netz. Die Titelverteidiger von der Faschingsgesellschaft Crottendorf nahmen das Publikum mit auf eine "Reise nach Irland". Gewagte Hebefiguren, fliegende Mannsbilder, flotter irischer Stepptanz, eine ansehnliche Schlusspyramide - einfach wow!

Groitzsch. Wenn erwachsene Männer plötzlich rosa Röckchen anziehen, Büstenhalter aus Kokosnüssen tragen und in Highheels wie sonst nur Laufstegtrainer Jorge Gonzales stöckeln, muss das einen wichtigen Grund haben. Der Säx Men Dance Contest (SMDC) verlangte am Sonnabend im ausverkauften Kulturhaus Großstolpen Opfer, um den begehrten Wanderpokal "Goldene Männerwade" zu ergattern.

Zum ersten Mal beim SMDC am Start, zeigten die "Eiskalten Engel" aus Elstertrebnitz Bein. Als Kannibalen mit Eichenblatt oder Lendenschurz vor den Kronjuwelen, stampften die Buschmänner vor einem Kessel Jungfrauen-Gulasch. Chapeau! Das Männerballett "Chippenboys" vom Gastgeberverein Groitzscher Carnevalclub bezirzte den Saal mit einem "Crazy Dance", einem verrückten Tanz. Dazu trugen die Herren kesse Schiebermützen auf dem Kopf und Knickerbocker am Leib und zeigten, dass ihnen der Rhythmus im Blut liegt. Die "Wild Boys" vom Tanz- und Sportclub Zwenkau traten grippegeschwächt nur zu dritt an, aber machten einen auf harte Kerle mit Liegestützen und Situps, bis der Schweiß floss. Der Wema-er Karnevalklub aus Plauen stellte eine Schuldisco aus den 80er Jahren nach, bei der die coolen Typen aus der 8b reihenweise die Mädchen in ihren Sonntagsblüschen abschleppten.

Den Siegerpokal holten die Geithainer "Kirschbuben" mit ihrem Horrortanz. Als Untote in schwarzen Gewändern oder mit Blut verschmierten Trikotagen sowie seltsam stakende Skelette verbreiteten sie einen Hauch Grusel im Saal. Höchste Schwierigkeitsstufe bei einem menschlichen Uhrzeiger, der sich vertikal im Kreis drehte und den Tag zur Nacht machte. Die Jury, bestehend aus den Trainern der Gruppen sowie Stargast Elvis, belohnte so viel Ideenreichtum, Kostümvielfalt und Musikauswahl mit der höchsten Punktzahl. Überglücklich nahmen sie den Wanderpokal - nach einem Jahr Pause - wieder mit nach Hause. Die Plätze 2 und 3 gingen nach Crottendorf und Markranstädt.

Doch die Party in Großstolpen bestand nicht allein aus Männerwaden und rosa Röckchen. Die Groitzscher hatten für ein Rahmenprogramm gesorgt und auch die Fahnengarde aus Plauen und die "Blablös" eingeladen. Auch die Schnaudertaler Schluchtenjodler steuerten ihr Lied vom Wasserturm bei - und der Saal formierte sich zur Polonaise.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.03.2015

Kathrin Haase

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