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Borna Magische Momente: Zwölfter Orchesterball im Bornaer Stadtkulturhaus
Region Borna Magische Momente: Zwölfter Orchesterball im Bornaer Stadtkulturhaus
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00:31 15.03.2018
12. Orchesterball im Kulturhaus Borna mit Ruth Ingeborg Ohlmann, Sopran - Madeline Cain, Sopran - Kristina Nerad, Moderation - Wolfgang Rögner, Dirigent des Leipziger Symphonieorchester mit dem LSO - die Quertänzer Borna - der Zauberer Kalu - hier die Quertänzer Borna MTL BOG LVZ Foto: Jens Paul Taubert Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Es ging um „Magische Momente“. So lautete das Motto des Orchesterballs am Sonnabend im Bornaer Stadtkulturhaus. Und magisch wurde es auch – am abendlichen Büfett des Bornaer Hotels „Drei Rosen“ ebenso wie beim Auftritt des Zauberers Kalu. Und in musikalischer Hinsicht ohnehin. Dafür sorgten die Musiker des Leipziger Symphonieorchesters (LSO) unter Leitung ihres Chefdirigenten Wolfgang Rögner.

Es war kein Platz mehr frei an den Tischen im großen Saal des Stadtkulturhauses. „Wir sind ausverkauft“, machte Kristina Kügler klar. Die stadtbekannte Händlerin („Buch und Kunst“) gehört mit Kulturmanagerin Gabriele Schitke zu den vielen guten Geistern, ohne die es die nunmehr zwölfte Auflage des Orchesterballs nicht gegeben hätte. Veranstalter ist der Förderverein des Leipziger Symphonieorchesters, der damit etwas auf die Beine stellt, was es zwar – etliche Nummern größer – in Wien und Dresden, im überschaubaren Bornaer Umland aber weit und breit nicht gibt.

Dabei sollte ursprünglich gar kein Orchesterball 2018 stattfinden. Schließlich bindet das Konzert des Jahres, der gemeinsame Auftritt von Poplegende Albert Hammond mit dem LSO am 25. August auf dem Bornaer Volksplatz, die ehrenamtlichen Organisatoren des Fördervereins. Weil aber die Nachfrage nach einem Orchesterball trotzdem so groß war, legten sie sich ins Zeug – und heraus kam ein bunter und schöner Abend, bei dem die Tanzbeine der etwa 125 Gäste mehr oder weniger kaum stillstanden.

Verantwortlich dafür war „Happy Feeling“. Die Musiker aus dem Vogtland um Frontfrau Chris Libelle sorgten mit Hits aus den 70ern und 80ern ebenso wie mit derzeit aktuellen Klängen für beste Partystimmung. Eine, die sonst zu den Stammgästen auf der Tanzfläche gehört, hielt sich diesmal allerdings eher abseits: Katharina Landgraf, die CDU-Bundestagsabgeordnete und Schirmherrin der Veranstaltung. Die Frau vom Jahrgang 1954, passionierte Tänzerin, war diesmal solo: „Wir haben aber keine Ehekrise.“ Gatte Gerhard Landgraf lag grippebedingt zu Hause im Bett.

Ballgeflüster am Sonnabend in Borna. Der Förderverein des Leipziger Symphonieorchesters hatte zum 12. Orchesterball geladen. Es wurde ein bunter Abend mit viel Musik.

Wegen einer Grippe hatte auch die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) am Freitagabend abgesagt. Stattdessen kam der neue Bürgermeister Karsten Richter (CDU) für die Stadt Borna, allerdings unter Schmerzen. „Das Kreuzband“, erklärte der Vater zweier Kinder, der gerade von einem Kurzurlaub im vogtländischen Schöneck zurückgekehrt war. Gekommen waren auch Richters Kollegen Dietmar Berndt (SPD) als Vertreter der Stadt Böhlen, in der das Orchester seinen Sitz hat, und der Röthaer Bürgermeister Stephan Eichhorn. Die neue Zweite Beigeordnete im Landratsamt, Ines Lüpfert, vertrat die Kreisverwaltung.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom früheren Bornaer Oberbürgermeister Bernhard Schubert (SPD), der seit vielen Jahren dem Bornaer Förderverein vorsteht. Was folgte, war ein Feuerwerk an Orchester-Melodien, deren Spektrum von der Ouvertüre zu Mozarts populärster Oper, der „Zauberflöte“, über Musik aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns und die bekannte Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach bis hin zur „Habanera“ aus „Carmen“ von Georges Bizet reichte. Für Stimmgewalt sorgten die beiden Sopranistinnen Ruth-Ingeborg Ohlmann und Madeline Cain, für die tänzerische Umsetzung der Musik die Tanzklassen 5, 8 und 9 der Abteilung „Quertänzer“ von der Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster“. Das musikalische Programm, durch das wie auch durch den weiteren Abend Kristina Nerad führte, endete mit moderner Filmmusik – mit der Concert-Suite aus dem Streifen „Harry Potter und der Feuerkelch“.

Von Magie inspiriert war auch das abendliche Festbüfett , das Karsten Lungwitz und sein Team vom Hotel „Drei Rosen“ vorbereitet hatten. Unter der Überschrift „Abrakadabra – aus Pfanne und Ofen“ gab es Stubenküken in Senfkruste und Seeteufelfischfilet im Mantel gebacken, aber auch Bohnen-Bouquet im Speckmantel. Karl-Ludwig Sell aus Kohren-Sahlis präsentierte zu später Stunde als Zauberer Kalu seine Kunststücke.

Es gehört zu den Traditionen der Bornaer Orchesterbälle, dass die Musiker einen Spendenscheck überreicht bekommen. In früheren Jahren hatte das LSO Geld für die Garderobe der Musikerinnen sowie für Stühle erhalten. Gesponsert wurden auf diese Weise auch eine Harfe und Noten. Insgesamt, so Fördervereinschef Bernhard Schubert, kamen über all die Jahre 34 000 Euro an Spenden zusammen und dem Orchester zugute. Diesmal gab es Geld, das einem sehr löblichen Zweck dienen soll – dem leiblichen Wohl der Musiker. Übergeben wurden 1000 Euro zur Finanzierung einer Grillparty im Sommer. Womöglich bekommen die Musiker noch mehr; allerdings erst nach dem Ereignis des Jahres, dem Gastspiel von Albert Hammond.

Ein Höhepunkt des Orchesterballs ist alle Jahre wieder ein Quiz, bei dem Fragen zur Musik zu beantworten sind. Erneut gab es eine Reihe gesponserter Preise. Den Hauptpreis hatte die Böhlener Firma Er-Ti Erd- und Tiefbau gestiftet – ein Wellness-Wochenende für zwei Personen, das Andreas Schitke gewann, seines Zeichens Lehrer am Gymnasium in Borna.

Von Nikos Natsidis

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