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Borna Mais, Grassilage, Rüben werden in Thierbach zu Biogas für das Netz
Region Borna Mais, Grassilage, Rüben werden in Thierbach zu Biogas für das Netz
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00:24 03.05.2018
Beim Rundgang durch die Biomethananlage. Quelle: Foto: René Beuckert
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Kitzscher/Thierbach

Die Biomethananlage im Thierbacher Gewerbegebiet „Goldener Born“ öffnete am Sonnabend, dem Tag der erneuerbaren Energien, um Besuchern einen Einblick in die Energiegewinnung zu geben. Auch wenn im Werk der UDI-Biogas kein Strom erzeugt wird, entsteht mit der Gasgewinnung aus Biomaterial doch Energie, die in das Erdgasverbundnetz eingespeist wird.

Saubere Energie

Für Geschäftsführer Harald Felker ist die Energiegewinnung auf dem Gelände des einstigen Kraftwerks ein gutes Beispiel dafür, dass es mit modernen Mitteln möglich sei, saubere Energie zu erzeugen. „Wurde hier über Jahrzehnte Kohle verstromt, die dabei bleibende Schäden an der Umwelt verursachte, gelingt es uns jetzt, durch nachwachsende Rohstoffe umweltfreundliches Biogas herzustellen“, sagte er.

Besucher besichtigen Anlage

Mit dem Tag der offenen Tür wolle man den Menschen der Region einen Einblick in die Thierbacher Anlage geben. Etliche Landwirte betrieben zwar selber Stromerzeugung durch Biogasgewinnung, so Felker, doch die anfallende Wärme, die sie beispielsweise zur Beheizung der Stallanlagen nutzen, sei oftmals größer als sie verwertet werden könne. „Bei der reinen Biogasgewinnung, die in das Verbundnetz eingespeist wird, besteht jedoch dieses Manko nicht.“

Zahlreiche Besucher nutzten am Samstag die Gelegenheit, sich über umweltfreundliche Energiegewinnung zu informieren. Norbert Hawlitzky war einer von ihnen. „Ich habe bewusst in die umweltfreundliche Energieerzeugung investiert und wollte vor Ort sehen, wie mein Geld angelegt ist. Zum anderen liegt mir eine saubere Energiegewinnung am Herzen. Wir haben nur die eine Umwelt, und die gilt es zu erhalten. Für mich ist es auch wichtig, live mitzuerleben, wie der Prozess in den einzelnen Schritten abläuft, den ich bisher nur von Dokumentationen her kannte“, sagte er.

Der Betriebsleiter der Biogasanlage, Benjamin Graulich, führte an diesem Tag durch das Unternehmen. Dabei erfuhren die Besucher, dass aus etwa 60 Prozent Mais und weiteren Naturstoffen wie beispielsweise Rüben und Grassilage, die Anlage betrieben wird. „Die Prozesse zur Biogaserzeugung laufen computergestützt automatisch ab. Die vorgehaltenen Naturstoffe werden von den Landwirten aus der Region angebaut und reichen ein Jahr lang, um Methangas herzustellen.“ Das in Thierbach erzeugte Methangas entspreche einer Leistung von über 62 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Drei Mitarbeiter halten die Biomethananlage am Laufen.

Von René Beuckert

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