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Borna Maja von Hohenzollern vermittelt Hundemama nach Oelzschau
Region Borna Maja von Hohenzollern vermittelt Hundemama nach Oelzschau
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15:32 02.02.2010
Oelzschau

Über ihr soziales Engagement sprachen wir mit der Prinzessin, die seit sieben Jahren in Spanien lebt. Fragen: Warum sandten Sie die sechs Tiere nach Deutschland? Maja von Hohenzollern: In Spanien wird anders mit Tieren umgegangen als in Deutschland. Für Straßenhunde und -katzen stehen in Deutschland Tierheime zur Verfügung. In Spanien gibt es nur Tiertötungsstationen. Die Schreie der Tiere sind kilometerweit zu hören, wenn sie dort grausam getötet werden. In den letzten Jahren habe ich viele hundert Tiere gerettet und sie an Tierfreunde vermitteln. Ich besitze selbst acht Hunde, vier Katzen und zwei Kaninchen, die alle Schicksalsschläge erlitten haben. Wie entstand der Kontakt zum Tierheim Oelzschau? Vor zwei Jahren war ich zu Gast in der Riverboat-Sendung. Im Publikum saß die Vorsitzende des Tierschutzvereins Leipziger Land, Elvira Henkel. Sie sprach mich nach der Sendung an und dankte mir für mein soziales Engagement. Sie bot mir jederzeit Unterstützung an und übergab ihre Karte. Als mir Tierfreunde vor Weihnachten die Hundemama zur Pflege brachten, musste ich diese erst gesund pflegen. Sie wurde am Rande der Autobahn gefunden, wo sie in einem Erdloch fünf Welpen zur Welt gebracht hatte. Sie war stark abgemagert. Zu dieser Zeit gab es in Spanien starke Regenfälle. Es war schon sehr kalt. „Bambina“, wie ich sie nannte, weil sie wie ein Reh aussah, und ihre Welpen wären sicher dem Hunger- beziehungsweise dem Kältetod zum Opfer gefallen oder im Erdloch ertrunken. „Bambina“ ist eine wunderschöne, reinrassige Podenca. Obwohl sie selbst noch eine junge Mama ist (zehn Monate), fragt man sich, wie dieses kleine, bezaubernde, tapfere Wesen dies geschafft hat, ihre Welpen bis dahin durchzubringen. Jetzt, wo es ihnen gut geht und sie ein liebvolles Zuhause suchen, dachte ich unweigerlich an Elvira Henkel. Im vergangenen Jahr wurde ich vom Europäischen Tier- und Naturschutzverein mit dem „Europäischen Tierschutzpreis“ besonders für meinen Einsatz für Straßenhunde in Rumänien geehrt. In diesem Zusammenhang erfuhr ich von der Arbeit der Oelzschauer im größten Tierheim der Welt mit Namen Smeura in Rumänien, das die Tierhilfe Dettenhausen betreut. Es gab also einige Gemeinsamkeiten im Kampf für Tiere und ihre Rechte. Wie kamen die Tiere von Spanien nach Deutschland? Ich bin am Donnerstag wieder in Deutschland. In Nürnberg werde ich auf der Spielwarenmesse meine eigens designten Kindermöbel (Fa. Schardt) ausstellen. Deshalb organisierte ich den Transport der kleine Potenco-Familie am 20. Januar per Flugzeug mittels einer netten Flugpatin. Vorher kaufte ich den Vierbeinern rote Rollkragenpullover, damit sie den Kälteschock verkraften. Während in Spanien 15 Grad Celsius Plus waren, erhielt ich die Nachricht, dass in Deutschland Minus 15 Grad Celsius vorherrschten. Wie kleine Weihnachtsmänner sahen sie aus, als sie nach Berlin flogen. Es bricht mir jedes Mal das Herz, wenn man die liebgewonnen Hunde wieder abgeben muss, am liebsten hätte ich sie alle behalten.  

Cornelia Braun

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