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Borna Marientreff in Borna hat sich etabliert
Region Borna Marientreff in Borna hat sich etabliert
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05:02 01.05.2018
Der monatliche Frühlingstreff im Marientreff im neuen Bornaer Gemeindehaus. Quelle: Julia Tonne
Borna

Zu Pfingsten ist es ein Jahr her, dass das neue Gemeindehaus der evangelischen Kirchgemeinde Borna offiziell eröffnet wurde. Unter der Überschrift „Schöpfung plus“ stand das gleichnamige Oratorium von Joseph Haydn nebst einer Lichtinstallation auf dem Programm. Seither nutzen nicht nur diverse Kirchenkreise das neue Gebäude am Martin-Luther-Platz. Nach dem Ende des Ladencafés Offenkundig beherbergt das Gemeindehaus seit November mit dem neuen Marinetreff in gewisser Weise auch eine Art Nachfolge-Angebot der Einrichtung in der Roßmarktschen Straße.

Neue Lage im Haus der Kirchgemeinde

Dabei gibt es durchaus nennenswerte Unterschiede. Im Gegensatz zum Offenkundig steht kein Verein hinter dem Marientreff, dessen Name sich aus der Tatsache erklärt, dass er in Regie der Mariengemeinde betrieben wird, sagt Thomas Claus. Der gelernte Berufsschullehrer und stadtbekannte Innenstadthändler ist als Mitglied im Kirchenvorstand Projektleiter des Marientreffs. War das Café Offenkundig, das im Oktober nach zehn Jahren schloss, weil die Frage des Chefpostens im Trägerverein nicht geklärt werden konnte, eine öffentliche Einrichtung, auf die Passanten auch mal en passent in der Roßmarktschen Straße stoßen konnten, liegt der Fall beim Marientreff etwas anders. Schon allein deshalb, weil der Marientreff eben etwas anders liegt. Zwar weist ein Schild vor dem Gemeindehaus aus seine Existenz hin; wer sich hineinbegeben will, muss aber nach hinten und um die Ecke gehen.

An vier Tagen in der Woche geöffnet

Dort trifft er dann Leute wie Roland Richter. Der 83-Jährige, einstmals Schlossermeister, gehört zu den 17 Ehrenamtlichen, die den Betrieb des Marinetreffs absichern. Immerhin hat die Einrichtung im Foyer des Gemeindehauses Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Es gibt Getränke, etwa Kaffee in mehreren Varianten, aber auch Bier, Wein und Sekt. Zu außerordentlich moderaten Preisen, wie Projektleiter Claus betont. Denn im Unterschied zum Offenkundig muss der Marientreff nicht jeden Monat die Miete erwirtschaften. Dass jemand neben seinem Kaffeegeld eine kleine Spende im Marinetreff lässt, sehen die Verantwortlichen trotzdem nicht ungern.

Frühstückstreff und Kreativ-Café

Auch andere Veranstaltungen, die langjährige Offenkundig-Besucher kennen, finden im Marientreff statt. Wie einstmals gibt es einen Frühstückstreff, immer am ersten Montag im Monat, bei dem sich die Besucher über eine ordentliche kulinarische Starthilfe für den Tag freuen können. Aus dem Strick-Café ist das Kreativ-Café geworden, und die Fragerunde des langjährigen Superintendenten Matthias Weismann („Zugehört und eingemischt“) setzt die frühere Stadträtin Manuela Krause fort. Zudem, sagt Thomas Claus, „machen wir Spiele-Abende“. Geplant sind auch Filmvorführungen und Lesungen. Als kürzlich der Neu-Bornaer Michael Fischer-Art zu Gast war, wollten mehr als 50 Besucher den Leipziger Künstler erleben, wobei die Veranstaltung im großen Raum des Gemeindehauses stattfand.

Projektleiter Claus war auch schon im FoKiB aktiv, dem Förderkreis offene Kirche in Borna, der einstmals das legendäre Margarethenfest auf die Beine stellte. Er weiß, dass der Besuch des Marientreffs für eher kirchenfernere Menschen auch die Überwindung einer gewissen Hemmschwelle erfordert. Und er betont, dass die ebenso willkommen sind wie Kirchensteuerzahler. Es gibt Tage, da ist es leer im Marientreff. Und an anderen Tagen, sagt Thomas Claus, ist es richtig voll.

Von Nikos Natsidis

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