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Borna Markus Alexander Gröll aus Borna swingt von Bühne zu Bühne
Region Borna Markus Alexander Gröll aus Borna swingt von Bühne zu Bühne
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00:22 15.02.2018
Markus Alexander Gröll möchte das Dance- und House-Image als Sidney King ablegen und wieder unter seinem Geburtsnamen auftreten. Quelle: LVZ
Borna/Leipzig

Wenn der britische Duracell-Hase Ross Anthony zu seinen Schlagerpartys nach Leipzig einlädt, kommen die Stars aus allen Himmelsrichtungen: Klubbb3, Jürgen Drews, die Dorfrocker, Voxxclub, Olaf Berger, Ben Zucker oder Beatrice Egli. Zum ersten Mal stand nun auch Markus Alexander Gröll alias Sidney King auf dieser Bühne. Der Bornaer Jung mit der sanften, aber auch kraftvoll charismatischen Stimme.

Über einen guten Bekannten war die Produktionsfirma Saxonia Media auf Gröll aufmerksam geworden und engagierte ihn als Warm-Upper, Einheizer, für die MDR-Schlagerpartys im Leipziger Eventpalast. „Von meinem Kumpel Wolfgang Lippert habe ich mir Tipps geholt, wie man das so macht“, erzählt der Bornaer, der reden kann wie ein Wasserfall und schnell auf Betriebstemperatur kommt. Vier Sendungen an zwei Tagen abdrehen, das sei schon harte Arbeit, schließt er das Kapitel für sich persönlich ab. „Es war eine tolle Erfahrung, aber ich möchte nicht bis ans Ende meiner Tage als Warm-Upper arbeiten“.

Bekannt ist Markus Alexander Gröll als wandlungsfähiger und vor allem vielseitiger Künstler. Der Mittvierziger mit der markanten Brille kann mehr als nur Viervierteltakt: Rock, Pop, Dance, House, Folk, natürlich auch Schlager, und vor allem Swing. Musikalisch ist der gebürtige Bornaer überall zu Hause, Schubladen sind ihm zu eng, das durfte er auch in den größeren Umbaupausen während der Schlagerpartys demonstrieren. „Ich habe meine eigenen Titel gesungen, das ging ordentlich zur Sache“, erzählt Gröll und ist bis heute von den Reaktionen überwältigt. „Viele im Publikum haben mich gefragt, wo man meine Musik herbekommt. Mein Facebook ist fast auseinandergeplatzt und der Produktionsfirma hat es auch gefallen.“ Prompt gab es Anfragen großer TV-Produktionen als Warm-Upper.

Vor anderen Menschen aufzutreten, war Markus Alexander Gröll schon immer ein Bedürfnis und Vergnügen. In der ersten Klasse sagte seine Musiklehrerin einmal zu seiner Mutter: „Heute hat er ,Kleine weiße Friedenstaube’ so schön gesungen, dass mir die Tränen kamen.“ Im Kinderzimmer probte der Schüler und Elvis-Fan stundenlang für seinen großen Durchbruch: Aus Pappe schnippelte er sich eine Gitarren-Attrappe oder spielte wahlweise auf dem Federballschläger und Teppichausklopfer und nahm den Ondulierstab als Mikrofonersatz. Markus Gröll, Jahrgang 1971, gilt als musikalisches Naturtalent.

Als Sidney King machte er sich jahrelang einen Namen in der Dance- und House-Szene. Vor allem mit seinen eigenen und mittlerweile bekannten Songs tritt er auf Festivals und in Clubs auf. Nie hat er den schnellen, vergänglichen Ruhm über Castingshows gesucht, sondern ist den langen Weg gegangen, der zum Reifen dazugehört. Seine letzte Single „Eintrittskarte“ lief erfolgreich in westdeutschen Radiostationen. „Ein großer Achtungserfolg“, freut sich Gröll, der in seiner Laufbahn einige Nummer-1-Hits geschrieben hat: „Hoffnung“, „Licht“, „Tanzen“ oder „One more try“.

Mittlerweile tritt er lieber unter seinem Geburtsnamen auf: Markus Alexander Gröll. „Ich finde, er klingt wie Musik“, lacht er. „Heutzutage heißen die Künstler alle wieder so, wie sie heißen. Und außerdem hat der Name Wiedererkennungswert.“ Sein Ziel sei es, den Sidney King eines Tages abzulösen, nicht nur buchstäblich, sondern auch stilistisch. Grölls nächste Single soll „eine Swinggeschichte mit Big Band“ im Stil eines Michael Bublé oder Roger Cicero werden. Eine Herzensangelegenheit, lässig, fließend, nicht so angestrengt und verkopft und nach wie vor mit Texten, die die Menschen tatsächlich erreichen. „Ich denke, das liegt mir ganz gut. Meine letzten Songs, die ich für ein Popalbum geschrieben habe, kann ich ohne Probleme auch verswingen.“ Eventuell gibt es schon die ersten Kostproben davon beim Nachtrodeln in Tirol, bei einem Osterauftritt in Espenhain, zur After-Show-Party in der Chemnitzer BMW-Niederlassung, bei einer Frauentagsparty in Torgau oder beim internationalen Beachpolo-Turnier in Warnemünde.

Von Kathrin Haase

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