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Borna Marode Brücke wird bald gesperrt
Region Borna Marode Brücke wird bald gesperrt
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17:14 06.09.2012
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" Die neue Straße als mittelfristige Lösung sei sicher vernünftig: „Es ist besser als nichts, vorausgesetzt, es wird vonseiten des Naturschutzes genehmigt." Dennoch bleibe das Projekt Brücke bestehen. Eine Sanierung im Sinne des Denkmalschutzes halte er für völlig überzogen. Sinnvoll wäre ein Abriss und ein sparsamer Neubau. Eine Denkmal-Brücke würde die Kosten hochtreiben, „das können wir uns nicht leisten".

Ähnlich sieht es FDP-Stadtrat Dieter Hager aus Groitzsch: „Es handelt sich nicht um eine Brücke in der Altstadt, die sich viele Leute ansehen. Deshalb sollte dort langfristig eine funktionale, neue und kostengünstige Brücke entstehen und kein Geld verschwendet werden." Die kurze Verbindung müsse erhalten werden. „Die wird gebraucht, auch vom Gewerbe. Handwerker pendeln oft zwischen beiden Orten. Das ist ein Kostenfaktor", so Hager. Die neue Straße als Zwischenlösung sei vernünftig. Er hoffe, dass der Naturschutz keinen Strich durch die Rechnung mache. Groitzsch wolle sich an den Baukosten beteiligen, die Brücke liegt auf Pegauer Flur.

Das begrüßt Pegaus Stadtrat Horst Wiligalla (Pro Pegau). „Wir brauchen unbedingt diese Verbindung zwischen beiden Städten. Die neue Straße ist die kostengünstigste Variante." Jetzt gehe es darum, schnell alle Genehmigungshürden zu meistern und mit dem Bau zu beginnen. Die Brückensanierung sieht er in weiter Ferne – dafür sei erst mal kein Geld da.

Hintergrund

Eine der Brücken auf der kleinen Verbindungsstraße zwischen Pegau und Groitzsch ist so marode, dass dort mit Ausnahmegenehmigung derzeit nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf. Ein Abriss gestaltet sich schwierig, weil die Brücke unter Denkmalschutz steht. Es gibt den Plan, nördlich der Brücke eine 150 Meter lange abgesenkte Straße zu bauen. Problem: Es handelt sich um ein Naturschutzgebiet. Wie Amtsleiter Gunther Grothe sagte, ist die Entwurfsplanung für die Straße fertig. Derzeit werde geprüft, ob der Bereich vom Flächendenkmal befreit werden kann.

Claudia Carell-Domröse

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