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Borna Mas-Wrestling: Deutscher Vize-Meister aus Borna misst sich mit der Welt-Elite
Region Borna Mas-Wrestling: Deutscher Vize-Meister aus Borna misst sich mit der Welt-Elite
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14:06 21.02.2018
Martin Kuhne (li.) beim Training mit Marcel Peege. Der Verein hat sich dafür extra ein Brett gebaut, an dem zahlreiche Mitstreiter reihum gegen Kuhne antreten. Quelle: privat
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Borna/Frohburg

Kein Jahr ist es her, dass Martin Kuhne deutscher Vizemeister im Mas-Wrestling wurde. Seither legte der starke Mann aus Thräna bei der Europa-Challenge auf der Fitness- und Bodybuilder-Messe in Köln nach, wo er Dritter wurde. Am Donnerstag sitzt er im Flieger, um mit vier anderen deutschen Athleten zur Weltmeisterschaft nach Ungarn zu reisen. Hier treffen am Wochenende die Besten dieser Sportart aus 13 Nationen zum Kräftemessen aufeinander. „Es ist aber mehr als ein Wettkampf: Das ist ein großes Fest, bei dem der olympische Gedanke groß geschrieben wird. Ich bin gespannt und freue mich darauf.“

Wer den Namen Martin Kuhne mit Highland-Games verbindet, liegt goldrichtig. In Prießnitz aufgewachsen, gehört er dem Vorstand vom Clan MacGregor an. Der 1999 gegründete Verein zählt mehr als 60 Mitglieder aus der gesamten Region. Als MacGregor im Mai seine 18. Highland-Games ausrichtete, galten die zugleich als Deutsche Meisterschaften und brachten aus der gesamten Bundesrepublik die Größen dieses besonderen Sports ins Dorf.

Dass er nicht nur auf diesem Feld, sondern auch beim Wrestling Höchstleistungen würde bringen können, das sei gar nicht sein Kalkül gewesen, sagt der 27-Jährige: „Ich wollte einfach das Training ergänzen. Dass daraus so schnell etwas so Großes werden würde, überrascht mich selbst.“ Sein Auftritt bei der Deutschen Meisterschaft im November 2016 in Neuruppin „war der allererste Wrestling-Kampf, den ich gemacht habe – und er reichte gleich für den Vizemeister.“

Mas-Wrestling ist ein Sport, der zum Beispiel in Russland und Mittelasien verbreitetet, der aber auch in Mitteleuropa im Kommen ist. Das Equipment ist überschaubar: Es braucht ein Brett, das die Kontrahenten voneinander trennt und gegen das sie sich stemmen, während sie einen Stab umklammern und an sich zu bringen suchen. „Da geht es nicht allein um Kraft. Da ist viel Dynamik und Taktik“, sagt Kuhne und spricht von einem „Zwischending zwischen Kraftsport und Schach“.

MacGregor, der in Prießnitz über eine ausgebaute Trainingsanlage samt Fitnessstudio verfügt, baut seit anderthalb Jahren eine eigene Wrestling-Abteilung auf. „Wir haben uns ein Wrestling-Brett gebaut. Um mich auf die WM vorzubereiten, trete ich nacheinander gegen alle an. Das ist intensivstes Training, durchaus bis zur Erschöpfung.“ Darüber hinaus gilt das übliche Programm wie für die meisten anderen Highland-Gamer auch: Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken, Olympisches Gewichtheben.

Der Verband Mas Wrestling Germany ist, 2015 erst gegründet, jung. Vier Männer und eine Frau vertreten die Republik am 4. und 5. November in der Arena in Györ. Martin Kuhne ist der einzige und erste aus dem Osten. Finanziell hoch dotiert ist der Start mitnichten; jeder Wettkämpfer muss die Reisekosten selbst tragen. Vor der Konkurrenz – Russland und Kirgistan stellen die größten Teams – ist Martin Kuhne nicht bange. Er fühlt sich gut in Form. Wenn er auch relativ neu ist auf dem Wrestling-Parkett, Weltmeisterschafts-Atmosphäre ist ihm durchaus vertraut von 2012: Damals startete er bei den Highland-Games in Los Angeles, und er wurde unter 20 Startern der Siebentbeste der Welt.

Von Ekkehard Schulreich

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