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Borna Massenhaft Diesel in Schwennigke
Region Borna Massenhaft Diesel in Schwennigke
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14:51 19.05.2015
Mit Spezialgerät und in Schutzausrüstung versuchen die Mitglieder des THW Borna sowie der Groitzscher Feuerwehren das in einer Ölsperre aufgefangene Bindemittel wieder abzusaugen. Quelle: Olaf Becher

Dabei wurden sie offenbar gestört und flüchteten. Das Problem: Aus einem liegen gelassenen Schlauch floss noch stundenlang Diesel - von der Tankstelle in die Kanalisation und dann in die Schwennigke. Auch ein Bach und der Gatzener Dorfteich könnten betroffen sein, sagte Uwe Voigt, Pressesprecher der Polizeidirektion Leipzig. Wie sich die Verschmutzung auf Flora und Fauna auswirke, sei derzeit noch unklar. Die Angaben, wie viel Diesel gestohlen und in den Fluss gelangten, schwanken zwischen 3500 und 5000 Liter.

"Die Schwennigke ist auf etwa 1,5 Kilometer massiv betroffen", sagte gestern Brigitte Laux, Sprecherin des Bornaer Landratsamtes. Allerdings sei kein Diesel in Schnauder oder Weiße Elster geflossen. Das Umweltamt sei bereits mehrmals vor Ort gewesen, Kontrollgänge finden nach wie vor statt. "Die Lage ist unter Kontrolle - dank der Feuerwehr, die sehr umsichtig gearbeitet und sofort Ölsperren errichtet hat", so Laux.

Rund 50 Kameraden aus Gatzen, Groitzsch, Pegau und Elstertrebnitz waren in den vergangenen Tagen an der Schwennigke aktiv. "blablaÖlsperre", sagte Einsatzleiter Mike Köhler. Das Problem sei gewesen, dass am Wochenende keine Firma zur Verfügung stand, die das Gemisch absaugt. Erst seit gestern ist das Technische Hilfswerk (THW) Borna vor Ort. Die Arbeiten seien langwierig und können noch bis ?? dauern.

Wie viel Diesel die Diebe stahlen und wie viel in die Schwennigke floss, ist derzeit unklar. Am Freitagmorgen war der erste Mitarbeiter der Agrar GmbH Auligk kurz nach drei Uhr im Unternehmen und hat offenbar die Diebe gestört, teilte die Firma auf LVZ-Anfrage mit. Der Angestellte habe außerdem einen Kleintransporter gesehen. Es wird vermutet, dass darin ein Behälter war, in den rund 1000 Liter Kraftstoff passen. Erst viereinhalb Stunden später, gegen halb acht, habe das Unternehmen bemerkt, dass aus einem Schlauch Diesel läuft, hieß es weiter. Dies sei "eine ganz üble Geschichte". Die Diebe waren gewaltsam mit ihrem Fahrzeug in das abgeschlossene Gelände eingebrochen. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.09.2014
Carell-Domröse, Claudia

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