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Borna Maulwurfshaufen verschandeln Fußballfeld an der Böhlener Jahnbaude
Region Borna Maulwurfshaufen verschandeln Fußballfeld an der Böhlener Jahnbaude
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17:21 10.02.2016
Wer macht die Maulwurfshaufen an der Jahnbaude platt? Der SV Chemie Böhlen bittet die Stadt um Hilfe. Quelle: Jens Paul Taubert
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Böhlen

Gerade hat der Sportverein Chemie Böhlen Ende vorigen Jahres mit einem neuen Vorstand und verkleinertem Mitgliederbestand eine ernsthafte Krise abgewendet, da droht jetzt die nächste. Wobei die Krise in dem Fall nur die Fußballer betrifft, nicht wirklich existenzbedrohend und eher eine Plage ist: Maulwürfe. Die haben auf dem traditionsreichen Fußballfeld an der Jahnbaude, auf dem schon Oberliga-Geschichte geschrieben wurde, etliche Haufen aufgeworfen.

Die müssen weg, sagt Dieter Schaupke, Mannschaftsleiter der ersten Männermannschaft (Kreisoberliga, aktuell Platz 11) und Mitglied im erweiterten Vorstand des neuen Vereins. Sollte das Nachholespiel an diesem Sonnabend tatsächlich ins Stadion am Bad verlegt werden, wäre zwar noch bis zum 27. Februar Zeit, den Rasen wieder schön glatt zu machen. Schaupke weiß aber nicht, wer das tun soll. Er machte in dieser Woche 20 bis 30 Haufen aus. Sollen die Spieler selbst das Feld glätten , so wie sie schon einmal eine Stunde vor dem Spiel die Linien selbst gekreidet haben? Die meisten kämen erst abends von der Arbeit und einen Platzwart habe der Verein nicht.

Schaupke fragte beim Böhlener Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) um Hilfe nach. Der wundert sich, denn fast zeitgleich habe ein anderer Vertreter des Vereins bei seiner Mitarbeiterin für Kultur und Sport wegen des selben Problems vorgesprochen. Natürlich, meint Berndt, könne die Stadt mit einer Walze und einem Kleintraktor helfen und die Haufen platt machen. Dafür sollte, sagt er, sich aber mal der Vorsitzende oder jemand vom Vorstand sehen lassen oder wenigsten „einen Dreizeiler“ an die Verwaltung schicken.

Vereins-Pressesprecher Volko Butter ist das Vorpreschen des Mannschaftsleiters offenbar ein wenig unangenehm: „Das ist schon lange mit dem Bürgermeister besprochen, die Stadt gibt uns Unterstützung“, sagte er am Mittwoch der LVZ. Der schriftliche Antrag sei unterwegs. Er glaube im Übrigen, dass es sich nicht um Maulwürfe, sondern um Wühlmäuse handele, die den Rasen aufgegraben haben.

Bürgermeister Berndt, der bei seiner Vor-Ort-Visite durch den Zaun höchstens zehn Haufen gesehen haben will, fragt sich aber zugleich, ob ein paar Maulwurfshügel so viel Aufhebens wert sind und Böhlen in die Schlagzeilen bringen müssen. In der Zeit, die man darüber geredet habe, glaubt das Stadtoberhaupt, „hätte ich die mit der Schaufel platt gemacht“.

Weil aber noch gut zwei Wochen lang an der Jahnbaude nicht gespielt wird, würden die kleinen Schaufler dann gewiss wiederkommen, so wie seit Ende des vorigen Jahres immer mehr geschehen. Womöglich lassen sich Verein und Bauhof ja tatsächlich bis kurz vor dem Spiel gegen Bennewitz am 27. Februar Zeit, um den Platz gemeinsam zu glätten. Und dann sorgen die Kicker mit regelmäßigem und harten Stollengetrappel dafür, dass die Maulwürfe den Rasen in Ruhe lassen. Bis zur nächsten Winterpause.

Von André Neumann

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