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Borna Mediothek Borna: Internet kostenlos – Vorschulkinder leihen gebührenfrei aus
Region Borna Mediothek Borna: Internet kostenlos – Vorschulkinder leihen gebührenfrei aus
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12:45 27.02.2017
Bücher bekommen Konkurrenz von DVDs, PC- und Konsolenspielen. Zeit, sie auch in der Satzung als Angebote festzuschreiben. Quelle: Nathalie Helene Rippich
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Borna

Ab März gibt es Neuerungen in der Mediothek in Borna. Auf seiner jüngsten regulären Sitzung hat der Stadtrat einstimmig eine Änderung der Satzung für die Einrichtung beschlossen. Im Mittelpunkt stehen eine Änderung der Gebührenordnung und die Möglichkeit für sehr junge Kinder, die Angebote der Bibliothek zu nutzen.

So wird es für Eltern oder Großeltern von Kindern bis zum vollendeten siebenten Lebensjahr zukünftig eine sogenannte (Groß-)Eltern-Kind-Karte geben. Die Träger dieser Karte sind von der Benutzungsgebühr befreit, da mit ihr ausschließlich Kindermedien ausgeliehen werden können.

Die Nutzung der Angebote von Mediothek und Fahrbibliothek bleibt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren kostenfrei. Die Jahresgebühren für Erwachsene werden hingegen erhöht. So zahlen Einzelpersonen von nun an 15 Euro jährlich. Zuletzt waren dafür zwölf Euro fällig. Die Partnerkarte kostet sieben Euro mehr. „Die Gebühren mussten nach mehreren Jahren einfach angepasst werden. Damit liegen wir im Vergleich zu anderen Bibliotheken unserer Größe aber immer noch im guten Mittelfeld“, kommentiert Sara Finke, Leiterin der Mediothek, die Preiserhöhungen. Und weiter: „Wenn man das auf den Monat runterrechnet, sind das 1,25 Euro. Für dieses Geld bekommt man kein Buch, keine DVD, kein Konsolenspiel.“

DVDs und Konsolenspiele – auch sie haben Einfluss auf die neue Satzung. Während Videos und Tonbandkassetten gestrichen wurden, werden die modernen Medien in der Satzung festgeschrieben. Genauso wie elektronische Geräte. Außerdem ist die Nutzung des Internets in Zukunft kostenfrei. „Das ist einfach der Lauf der Zeit. Das sind mit die umsatzstärksten Mediengruppen in der Mediothek und sprechen derzeit viele Menschen an. Wir sind natürlich daran interessiert, dass wir den Bürgern das bieten, was sie mögen und gern nutzen möchten. Wenn Bibliotheken nicht mit der Zeit gehen, würde es sie irgendwann nicht mehr geben“, so Finke.

Aus dem selben Grund fliegt das Wort „Ruhe“ aus der Satzung. Stadtrat Sebastian Stieler hatte damit argumentiert, dass damit „der Ort erlebbar“ werde. Die Mediothek-Chefin sieht das ähnlich. „In der heutigen Bibliothekspraxis ist es nicht mehr so, dass die Bibliothekarin mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend läuft. Es ist ein Ort, an dem man sich aufhalten soll, sich mit Freunden treffen kann, Playstation oder Brettspiele spielt. Da ist Ruhe einfach das falsche Zeichen. Natürlich achten wir darauf, dass ein gewisser Geräuschpegel nicht überschritten wird, damit sich alle wohlfühlen.“

Eine Vereinheitlichung der Gebührenordnung soll die Benutzerfreundlichkeit der Mediothek weiter steigern und unter den Benutzern für mehr Klarheit sorgen. Während in der Vergangenheit etwa für verschiedene Medien unterschiedliche Säumnisgebühren fällig wurden, sind es nun unabhängig vom jeweiligen Medium pro Tag 25 Cent. Vormerkungen, die zukünftig per Mail eingehen, sind von nun an kostenlos. Zuvor waren dafür 50 Cent fällig. Zusätzlich werden die Leihfristen für die unterschiedlichen Medien verlängert.

Von Nathalie Helene Rippich

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