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Borna Mehr Interesse in Borna und weniger auf dem flachen Land
Region Borna Mehr Interesse in Borna und weniger auf dem flachen Land
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02:10 16.03.2018
Die Volkshochschule Leipziger Land La Quelle: VHS Leipziger Land
Borna/Geithain

Vor ein paar Jahren waren sie noch der Renner: Webinare zu kaufmännischen Themen an der Volkshochschule Leipziger Land. Dabei handelt es sich um Seminare via World Wide Web, die sich starker Nachfrage erfreuten, wie Raph Egler, seines Zeichens Leiter der Volkshochschule (VHS) Leipziger Land, sagt. Das gilt auch für EDV-Kurse, nach denen es mit Ausnahme von Pegau und Geithain kaum noch Nachfragen gibt. Grund dafür dürfte der Umstand sein, dass sich die Zeiten seit den 90er-Jahren geändert haben und entsprechende Kenntnisse heutzutage eher Basiswissen sind.

Knapp 700 Kurse im Angebot

Im letzten Jahr bot die Bildungseinrichtung mit Sitz in Borna 682 Kurse an, 69 mehr als im Jahr zuvor. Auch die Teilnehmerzahl vergrößerte sich mit Blick auf 2016 um 470, so dass die Kurse im vorigen Jahr von 6355 Teilnehmern belegt wurden. Dabei, macht VHS-Chef Egler klar, gibt es mittlerweile ein Gefälle zwischen den größeren Städten im Leipziger Land und den kleinen Gemeinden. Während das Interesse in Kommunen mit weniger Einwohnern zurückgeht, „steigt es anderswo“. Unter dem Strich wird das zurückgehende Interesse auf dem flachen Lande durch den größeren Zuspruch in Städten wie Borna und Markkleeberg mehr als nur kompensiert.

Egler untermauert das mit Zahlen. Während die Anmeldezahlen in den ländlichen Außenstellen um 22 Prozent gesunken sind, gibt es in Borna mit einem Plus von 30 Prozent sowie Markkleeberg (plus 16 Prozent) ein deutliches Wachstum.

Bildungsangebote vor Ort

So entfallen der Statistik der VHS zufolge im aktuellen Semester 31 Prozent aller Kursangebote auf Markkleeberg. In Borna finden 22 Prozent der Kurse statt, in Markranstädt 13 Prozent. Der Rest verteilt sich auf Geithain, Frohburg, Groitzsch und Pegau sowie Zwenkau, Böhlen und Großpösna. Denn nach wie sei es für die VHS, die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert, erklärtes Ziel und Auftrag zugleich, Bildungsangebote möglichst nah vor Ort anzubieten, so Egler.

Für das Prinzip, nach dem Volkshochschulen in Deutschland funktionieren, eine wesentliche Voraussetzung. Als erwiesen gilt, dass sich der durchschnittliche Teilnehmer eines VHS-Kurses maximal zehn Kilometer weit in Bewegung setzt, um ein oftmals auch abendliches Bildungsangebot wahrzunehmen. Das aber, macht der umtriebige VHS-Leiter klar, hat in der Umkehrung auch zur Folge, dass es bisweilen kompliziert wird, etwa für einen Italienisch-Kurs in Großpösna die Mindestteilnehmerzahl zusammenzubekommen. Die liegt bei acht, „ansonsten ist der Kurs nicht förderfähig“.

Alter reicht von 7 bis 94

Egler weiter: „Prinzipiell versuchen wir, in allen Kommunen mit 4000, 5000 Einwohnern Kurse anzubieten.“ Wobei Schwierigkeiten mit der Mindestteilnehmerzahl nur die eine Seite der Medaille sind. Immerhin sind für die qualifizierte Durchführung von Kursen auch entsprechende Räumlichkeiten Voraussetzung, digitales Equipment inclusive.

Das Interesse an den Kursen hat nichts mit dem Lebensalter der Teilnehmer zu tun. Beachtliche 94 Jahre war die älteste Kursteilnehmerin im vorigen Jahr. Der jüngste war gerade einmal sieben. Mit 70 Prozent sitzen erheblich mehr Frauen als Männer in den Lehrveranstaltungen.

Von Nikos Natsidis

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