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Borna Mehr als ihren Job gemacht - Deutzener Grundschule verabschiedet Renate Blonski
Region Borna Mehr als ihren Job gemacht - Deutzener Grundschule verabschiedet Renate Blonski
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16:10 19.07.2012
Zu einer Überraschungsparty holen die Drittklässler mit ihrer Lehrerin Susan Riedel die Schulleiterin Renate Blonski ab. Quelle: Jakob Richter
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Deutzen

Susan Riedel und die Klasse 3 standen mit einem Käfer am Straßenrand. Das Gefährt, das beim Seifenkistenrennen im Einsatz war, fuhr sie zur Grundschule. Dort gab es zu ihrer Verabschiedung eine Überraschungsparty, da sie ab August in die Altersteilzeit geht.

 

Liebevoll, so wie die Schulleiterin selbst in den letzten 40 Jahren an der Schule agierte, hatten die Schüler, Lehrer und Eltern für ein emotionales Programm gesorgt. Durch dieses oder besser gesagt, einen Tag Schulleben, führte der Viertklässler Benjamin. Dabei durfte die Schulleiterin nicht nur auf einer historischen Schulbank dem Dargebotenen lauschen und viele Geschenke in Empfang nehmen, sondern aktiv mitwirken.

Anders wäre es sicherlich nicht gegangen. Denn Blonski kennt keiner als eine untätige Person. „Sie ist eine Lehrerin aus Leidenschaft, die Spaß versteht und trotzdem für Disziplin sorgt", so der Elternratsvorsitzender der Schule, Falk Stephan. Das konnte die Elternsprecherin der Klasse 1, Sandra Hönig (35), bestätigen. „Meine Tochter Lilly hatte Zeichnen und Werken bei ihr. Heute spielt sie beim Obstgedicht mit", so die Mutter.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_18037]Dabei war auch Blonski gefordert. Sie musste nach Textzeilen einzelne Früchte zu ordnen. Zum Fest war auch Martina Kubista (59) gekommen. „Als ich zur Schule ging, war Renate eine Klasse über mir", erinnert sich Kubista. „Wir waren zusammen in der Laienspielgruppe und im Chor", erzählt die 59-Jährige. „Sie war früher schon nett und nicht zänkisch", sagt die Deutzenerin. Die 25-jährige Jessica Galle erinnert sich noch an eine Zeichenstunde. „Wir mussten einmal ein Porträt von uns selbst zeichnen. Ich war dem Verzweifeln nahe. Doch Frau Blonski hatte immer Tricks auf Lager, wie man es besser machen kann", erzählt sie.

Das stellte sie erneut unter Beweis, als sie aufgefordert wurde, mit verbundenen Augen eine Sonne zu malen. Als sie fast fertig war, nahm sie die Augenbinde ab und vollendete ihr Werk. Denn um Korrektheit war die Pädagogin stets bemüht. Das schätzte auch Schulrätin Christine Zichel von der Bildungsagentur Leipzig an ihr. „Ich habe gern mit ihr zusammen gearbeitet. Man spürte, dass sie für die Schule brennt. Sie hat immer nach einen Weg im Interesse der Kinder gesucht", meint sie.

Bei so viel Lob und dem tollen Programm war es kein Wunder, dass die Sonne sich nach dem Aufsteigen von 78 Luftballons zeigte und für einen angenehmen Nachhauseweg der Gratulanten sorgte. Unterdessen schien der Strom der Gratulanten im Lehrerzimmer nicht abzubrechen. „Ich bin selten sprachlos. Doch das ist mir heute passiert. Schließlich habe ich nur meinen Job gemacht", so Renate Blonski.

Cornelia Braun

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