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Mehr inhaltliche Arbeit

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Borna. Alles, was in mit dem Bereich Kultur in Borna zu tun hat, soll auf neue Füße gestellt werden - und zwar in Form eines so genannten Eigenbetriebes Kultur, dessen Schaffung der Stadtrat morgen Abend, 18 Uhr, auf seiner Sitzung im Stadtkulturhaus beschließen soll.

Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) verspricht sich von dem Vorstoß eine Verringerung des Verwaltungsaufwandes. Gleichzeitig erhalten die Mitarbeiter des neuen Eigenbetriebes die Möglichkeit, verstärkt konzeptionell zu arbeiten.

Im neuen Eigenbetrieb sind acht Mitarbeiter beschäftigt, für die sich in Sachen Bezahlung nichts ändern soll. Zum neuen Betrieb gehören die Mediothek, das Museum einschließlich Galerie und Ortschronik und der Goldene Stern sowie das Stadtkulturhaus, das Vereinshaus Eula und die Tourist- und Stadtinformation. Es handelt sich um ein organisatorisch, verwaltungstechnisch und wirtschaftlich selbständiges Unternehmen, so die Rathauschefin, das offiziell den Namen "Kulturbetrieb Borna" trägt.

Mit der Schaffung des neuen Betriebes vermindere sich der Verwaltungsaufwand. Bisher tauchten die Gelder für die verschiedenen Kultureinrichtungen an mehreren Stellen im städtischen Haushalt auf. Das soll sich nunmehr ändern. Keineswegs aber bedeute das, dass der neu Eigenbetrieb weniger Geld als bisher zur Verfügung hat, sagt die Oberbürgermeisterin. Dafür hätten die Mitarbeiter mehr Eigenverantwortung und könnten ihren eigenen Haushalt aufstellen. Ein wesentlicher Vorteil des neues Konstrukts besteht nach Ansicht von Oberbürgermeisterin Luedtke darin, dass sich die Mitarbeiter des Kulturbereichs stärker um die inhaltliche Arbeit kümmern können.

Allerdings bleibt der neue Kulturbetrieb nicht abgekoppelt von den Entscheidern der Stadt. Oberbürgemeisterin Luedtke bleibt im Endeffekt weiterhin die Vorgesetzte aller Mitarbeiter der neuen Kreation. Und aus dem Stadtrat werden acht Mitglieder in einen Beirat gewählt, der sozusagen die Aufsicht über den neuen Eigenbetrieb hat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.10.2014
Nikos Natsidis

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