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Borna Mehr warme Tage: Gute Chancen für die Pink Lady bei längere Vegetationsperiode
Region Borna Mehr warme Tage: Gute Chancen für die Pink Lady bei längere Vegetationsperiode
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17:27 27.05.2016
Die beliebte Apfelsorte Pink Lady aus südlicheren Gefilden könnte künftig hier heimisch werden.   Quelle: André Bonn/Fotolia
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Landkreis Leipzig

 Die Pink Lady ist anspruchsvoll. Dennoch könnte der Apfel mit dem bekannten Markennamen, der zur Sorte Cripps Pink gehört, bald auch in Wurzen sowie Wickershain reifen. Dabei handelt es sich um eine Apfelsorte, die bisher nicht überall ansässig ist, weil sie eine lange Vegetationsperiode benötigt, bis sich ihre charakteristische rote Färbung entwickelt. Derzeit wächst und gedeiht die Pink Lady in Spanien, im Süden Frankreichs, Chile und Südafrika. In der Perspektive auch in unseren Breitengraden und im Landkreis Leipzig, schlussfolgern die Experten des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) im Klimafolgenmonitor, den sie im Auftrag des sächsischen Umweltministeriums erstellt haben

„Der frühere Blühbeginn eröffnet… die Chance, Apfelsorten mit längerer Vegetationsdauer anbauen zu können“, heißt es im Klimafolgenmonitor. So hat sich die Vegetationsperiode im nordwestlichen Sachsen und damit im Landkreis Leipzig im Zeitraum von 1991 bis 2010 im Vergleich zu den Jahren von 1961 bis 1990 um zwölf Tage verlängert. Zudem begann sie in dem zweiten Abschnitt neun Tage früher als im vorangegangenen Untersuchungszeitraum. Die Fachleute des LfULG machen klar, dass die Veränderungen auf der einen Seite die „Möglichkeiten für ein regional und zeitlich verändertes Arten- und Sortenspektrum im Pflanzenbau“ bieten. Allerdings schließe der frühere Beginn der Vegetationszeit auch die Gefahr von Einbußen ein, etwa aufgrund Frost.

Die Veränderungen, auch in der Region Leipzig, lassen sich an weiteren Zahlen ablesen. Etwa am Anstieg der mittleren Jahrestemperatur im Landkreis. Die lag zwischen Mauerbau (1961) und der Wiedervereinigung (1990) bei etwa neun Grad Celsius. Für die Periode von 1991 bis 2010 registrierten die Klimaforscher ein Grad mehr, so dass das Jahresmittel demnach bei zehn Grad Celsius lag. Ablesbar ist der Aufwärtstrend bei der Temperatur auch am durchschnittlichen Sommermaximum. Das betrug zu DDR-Zeiten 22 Grad. Bei den Messungen danach ermittelten die Fachleute einen Durchschnittswert von 23 Grad Celsius.

Dazu gehören ebenso die Steigerung von heißen beziehungsweise Sommertagen sowie der Rückgang der registrierten Frosttage. So gab es im ersten Zeitraum im Schnitt pro Jahr lediglich sieben heiße Tage, mit denen Meteorologen Tage beschreiben, an denen die Quecksilbersäule auf 30 Grad Celsius und mehr ansteigt. Im vergangenen Jahr gab es mit 22 heißen Tagen mehr als dreimal so viele. Beachtlich ist ebenso die Zunahme von Sommertagen, an denen mindestens 25 Grad Celsius gemessen werden. 2015 gab es in unserer Region immerhin 50. Zwischen 1961und 199 waren es nur 36.

Demgegenüber sank die Zahl der Frosttage, in denen die Tagesminimumtemperatur unter dem Gefrierpunkt liegt. Im vorigen Jahr wurden 63 gezählt. Im Zeitraum von 19961 bis 1990 waren es noch 77 gewesen.

Von Nikos Natsidis

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