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Borna Mehrheit im Bornaer Stadtrat favorisiert Enthärtungsanlage
Region Borna Mehrheit im Bornaer Stadtrat favorisiert Enthärtungsanlage
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08:00 30.04.2017
Im Stadtrat geht es letztlich auch um die Kosten fürs Wasser in Borna. Quelle: picture alliance / dpa
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Borna

Die Bornaer Verbandsräte sollen sich im Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) nicht dafür stark machen, dass in Borna mehr Fernwasser durch die Leitungen fließt. Das jedenfalls ist die Tendenz im Bornaer Stadtrat vor der Sondersitzung des Gremiums am Dienstag, 16.30 Uhr, im Ratssaal. Dann wird über einen Antrag der SPD/FDP-Fraktion abgestimmt, mit dem die Bornaer Verbandsräte angewiesen werden sollen, in der nächsten ZBL-Versammlung auch die Anschaffung und Betreibung einer Wasserenthärtungsanlage im Wasserwerk Kesselshain abzulehnen. Damit steht die SPD/FDP-Fraktion allerdings allein.

„Die Anschaffung einer Enthärtungsanlage wäre Geldverschwendung“, erklärt SPD/FDP-Fraktionschef Oliver Urban. Mehr Fernwasser zu beziehen sei günstiger, als das kostspielig aufbereitete Wasser aus den örtlichen Brunnen in die Bornaer Haushalte zu bringen. Das wäre eine deutliche finanzielle Entlastung der Bürger. Hinzu käme, dass auf diese Weise vermieden würde, dass jeden Tag 400 Kubikmeter giftiger Schlamm entstünden.

Auf viel Gegenliebe trifft Urban mit diesen Argumenten bei der politischen Konkurrenz allerdings nicht. „Wir sind für eine Enthärtungsanlage“, sagt Linken-Fraktionschefin Ines Graichen. Zwar würde der Wasserpreis auf diese Weise „moderat“ steigen, aber dieser Effekt werde durch die Einsparungen wettgemacht, die das enthärtete Wasser für die Haushaltsgeräte bedeute.

Auch der frühere Bornaer Oberbürgermeister und Vorsitzende der Fraktion „Bürger für Borna“ /BfB Bernd Schröter sieht das im Prinzip so. Zwar gebe es noch keine abschließende Entscheidung seiner Fraktion, „aber eine Enthärtungsanlage zu kaufen, ist sinnvoll“. Das findet Roland Wübbeke ebenfalls. Zwar hält er den SPD/FDP-Antrag für einen „alternativen Denkansatz“. Die Mehrkosten für die Verbraucher durch das aufbereitete Wasser aus den örtlichen Brunnen wären aber nicht nur wegen der schonenderen Nutzung der Haushaltsgeräte gerechtfertigt. Borna dürfe nicht zu stark von der Fernwasserversorgung abhängig sein. Zwar seien die Preise diesbezüglich derzeit noch erträglich. Wie das aber angesichts immer knapper werdender Ressourcen in zehn Jahren sei, lasse sich nicht absehen.

Von Nikos Natsidis

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