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Mibrag investiert 45 Millionen in Logistik für das neue Abbaufeld Peres

Braunkohleabbau Mibrag investiert 45 Millionen in Logistik für das neue Abbaufeld Peres

Mit der Errichtung des neuen Massenverteilers hat die Mibrag eines der größten Investitionsvorhaben in der Geschichte des Bergbauunternehmens in Angriff genommen. 45 Millionen Euro wird alleine die Anlage kosten, die Teil des schrittweisen Übergangs vom Tagebaufeld Schleenhain ins Abbaufeld Peres ist.

Zum neuen Massenverteiler, der den Übergang in das Abbaufeld Peres einleitet, gehört die Antriebsstation A 721, die die direkte Verbindung zum Kraftwerk Lippendorf herstellt.

Quelle: Jens Paul Taubert

Groitzsch. Mit der Errichtung des neuen Massenverteilers hat die Mibrag eines der größten Investitionsvorhaben in der Geschichte des Bergbauunternehmens in Angriff genommen. 45 Millionen Euro wird alleine die Anlage kosten, die Teil des schrittweisen Übergangs vom Tagebaufeld Schleenhain ins Abbaufeld Peres ist. Die Gesamtinvestition für den Aufschluss des neuen Feldes liegt bei rund 150 Millionen Euro.

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Mit der Errichtung des neuen Massenverteilers hat die Mibrag eines der größten Investitionsvorhaben in der Geschichte des Bergbauunternehmens in Angriff genommen.

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Der Massenverteiler – bestehend aus mehreren Antriebsstationen sowie kilometerlangen Transportbändern und errichtet von den Mibrag-Partnern FAM Magdeburg und Actemium – wird der entscheidende Knoten im Tagebaugeschehen und zwischen den Betriebspunkten, auf denen Kohle beziehungsweise Abraum transportiert wird. „Die Investition ist ein wichtiger Meilenstein, um langfristig weiter Kohle gewinnen und fördern zu können“, erklärte Bernd-Uwe Haase, kaufmännischer Geschäftsführer bei der gestrigen Vorstellung des Vorhabens. „Der Massenverteiler ist damit das logistische Herzstück des Tagebaus“, ergänzte Ralf Lehner, Direktor Bergbau bei der Mibrag.

In fünf Stufen wird die Anlage errichtet, so dass Ende dieses Jahres die erste Ausbaustufe in Betrieb gehen und die erste Kohle aus Peres zum Kraftwerk Lippendorf geleitet werden kann. Ursprünglich hatte die Mibrag in Erwägung gezogen, den Massenverteiler aus Schleenhain nach Peres zu verlagern, „das aber passte zeitlich nicht, da wir die Anlage in Schleenhain noch immer brauchen“, begründete Lehner. Laut Haase rechnet das Unternehmen damit, in Peres zukünftig zehn Millionen Tonnen Kohle fördern zu können, rund 50 Millionen Kubikmeter Abraum würden bei der Kohlegewinnung bewegt werden müssen.

Bereits vor zwei Jahren war der erste Bagger nach Peres verlegt worden, um mit den Arbeiten zu beginnen. Ab Juli bekommt er Gesellschaft – dann beginnt der Umzug sowohl der Großgeräte als auch zweier Antriebsstationen von Schleenhain ins rund zehn Quadratmeter große Abbaufeld Peres. Spektakulär dürfte es am 5. Oktober werden. An dem Tag überqueren die Kolosse die Bundesstraße 176. Etwa anderthalb Monate später soll laut Lehner Stufe eins des Massenverteilers in die Testphase gehen, danach könnte die erste Kohle über die Bänder laufen.

Für FAM-Geschäftsführer Lutz Petermann ist es „nicht selbstverständlich“, dass in Anbetracht der politischen Entwicklungen noch immer in Kohle investiert wird. Umso mehr freut es ihn, dass das in Magdeburg ansässige Unternehmen bei der Errichtung mit an Bord ist. „Seit Jahren verbindet uns eine gute Zusammenarbeit mit der Mibrag“, macht er deutlich. Landrat Henry Graichen (CDU) rückte am Dienstag vor allem die positiven Aspekte des Bergbaus in den Fokus und bezeichnete die sogenannte Energiewende als Stromerzeugungswende. „Braunkohle ist ein guter Partner bei eben dieser und zudem ein Arbeitgeber in den Region“, betonte er. Auch bei der anschließenden Sanierung der Flächen könnten Landkreis und Kommunen auf das Bergbauunternehmen zählen, „ohne Mibrag wäre die Sanierung in dieser Dimension und in der relativ kurzen Zeit nicht möglich“.

Für alle Beteiligten ist der Bau des Massenverteilers eine logistische Herausforderung. Sowohl in elektrotechnischer Hinsicht als auch zeitlich betrachtet. Innerhalb kürzester Zeit werden 9000 Kubikmeter Beton, 5000 Tonnen Stahl- und Maschinenbaukomponenten sowie 100 Kilometer Kabel verarbeitet und montiert. „Das verlangt ein hohes Maß an Koordination von allen beteiligten Gewerken“, stellte Petermann klar. Die Fertigung und Vormontage der Antriebsstation A721, die zum Massenverteiler gehört und die direkte Verbindung zum Kraftwerk Lippendorf herstellt, erfolgte bereits am FAM-Standort Magdeburg. Sie wurde in den vergangenen Tagen in Baugruppen zu ihrem Bestimmungsort gebracht.

Von Julia Tonne

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