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Mibrag reagiert mit Bedauern

Mibrag reagiert mit Bedauern

Joachim Geisler, Vorsitzender Geschäftsführer der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft (Mibrag), hat zwei Tage nach Bekanntwerden der Pläne des Unternehmens, den Tagebau Vereinigtes Schleenhain um das Abbaufeld Kieritzsch zu erweitern mit Bedauern reagiert.

Zeitz/Kieritzsch. „Wir bedauern, wenn wir die Menschen in Kieritzsch verunsichert haben. Zumal wir uns bereits im vergangenen Jahr mit dem Sächsischen Oberbergamt darüber verständigt haben, dass die Ortslage Kieritzsch nicht von einer Umsiedlung betroffen sein soll." Das Unternehmen räumte in einer Erklärung vom Freitag ein, die öffentliche Wahrnehmung und den Kommunikationsbedarf unterschätzt zu haben.

Der Bewilligungsantrag der Mibrag beim Oberbergamt umfasst einen Braunkohlevorrat von etwa 35 Millionen Tonnen. Nach Hinweisen des Oberbergamtes habe das Unternehmen entschieden, lediglich etwa zehn Millionen Tonnen abbauen zu wollen. „Unser Ziel ist es, die Braunkohlevorräte am Rande des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain möglichst optimal zu nutzen", so Geisler. Im Ergebnis des jüngsten Gespräches mit Vertretern des Ortes sei zudem vereinbart worden, den bereits geplanten Termin zur Konstituierung einer Bürgerkontaktgruppe für Lippendorf-Kieritzsch vorzuziehen. Ursprünglich war geplant, diese Gruppe im Mai 2011 zu bilden.

In Kieritzsch hat das Vertrauen gegenüber dem Braunkohleunternehmen in den vergangenen Tagen schweren Schaden genommen. Weswegen die Bewohner einen Offenen Brief an die Mibrag vorbereitet haben und auch Vertretern des Landtages und der Staatsregierung schicken wollen. Eine Unterschriftenliste soll die Forderungen der Kieritzscher zusätzlich untermauern: „Wir fordern, dass die Mibrag den Antrag beim Sächsischen Oberbergamt zurückzieht. Hat die Mibrag die Rechte an der Kohle unter Kieritzsch erst einmal sicher, ist der erste Schritt getan. Niemand kann uns heute versichern, dass dem nicht auch der zweite Schritt folgt", erklärte der Kieritzscher Uwe Hinz gegenüber dieser Zeitung. Einer Ausweitung des Tagebaus wolle auch Bürgermeister Henry Graichen nicht zustimmen, da er über Jahre zusätzliche Belastungen auch für Neukieritzsch befürchte. „Allein die dadurch verminderte Lebensqualität für die Bewohner von Kieritzsch steht in keinem Verhältnis zu den wirtschaftlichen Interessen der Mibrag", so Gaichen.

Für die Mibrag ist mit dem Antrag „der übliche Verfahrensweg" eröffnet, wie Pressesprecherin Sylvia Werner ergänzte. Mit der Bewilligung wird dem Unternehmen das Recht verliehen, sich die Braunkohle anzueignen. In einem späteren Rahmenbetriebsplanverfahren würde die konkrete Abbauplanung zur Genehmigung eingereicht.

Thomas Lieb

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