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Borna Mibrag übergibt Schlüssel an Mieter im Pödelwitzer Bogen in Groitzsch
Region Borna Mibrag übergibt Schlüssel an Mieter im Pödelwitzer Bogen in Groitzsch
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17:29 29.07.2016
Maik Kunze (re.) und Sylke Saube (2. v. re.) übergeben den neuen Mietern des Mehrfamilienhauses im Pödelwitzer Bogen in Groitzsch symbolisch den Schlüssel, unter ihnen auch Edith Moritz (li.). Quelle: Julia Tonne
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Groitzsch

Eine Woche noch, dann hat Edith Moritz ein neues Zuhause. Für die 83-Jährige ist es der erste Umzug in ihrem Leben, nimmt sie doch aus Pödelwitz, ihrem Geburtsort, Abschied und zieht nun in den Pödelwitzer Bogen nach Groitzsch. Dort ist am Freitag von der Mibrag der Schlüssel zum neugebauten Mehrfamilienhaus an die Mieter übergeben worden. Zur Schlüsselübergabe waren nicht nur das Bergbauunternehmen, sondern auch Groitzschs Bürgermeister Maik Kunze (CDU) sowie Pödelwitzer Einwohner und Vertreter beteiligter Firmen gekommen.

Das Mehrfamilienhaus gehört mit zum neuen Wohngebiet am Schiefen Weg, das für die umzugswilligen Pödelwitzer in der Kernstadt entstanden ist. Hintergrund ist, dass der Ortsteil voraussichtlich dem Braunkohletagebau weichen muss, auch wenn noch immer einige Einwohner gegen die Devastierung kämpfen. „An dem neuen Wohngebiet wird deutlich, dass hier alle Hand in Hand zusammengearbeitet haben: die Mibrag, die Stadt, die Firmen und Pödelwitzer und der Planungsverband Westsachsen“, betonte Bernd-Uwe Haase, kaufmännischer Geschäftsführer des Bergbauunternehmens.

2012 sei der Umsiedlungsvertrag zwischen Stadt und Mibrag unterschrieben worden, 2016 seien die ersten Pödelwitzer bereits umgezogen. Vor dem Mehrfamilienhaus, das zukünftig Platz für Familien, Paare und Senioren bietet, komme in der nächsten Woche der erste Umzugswagen an.

Etwas Bammel hat Edith Moritz zwar vor dem Neuanfang, „aber ich fühle mich schon jetzt hier wohl“, sagte die rüstige Seniorin, die mit ihrer bisherigen Nachbarin Karin Klose in die im Untergeschoss entstandenen altersgerechten Wohnungen einzieht. Für beide stand von Anfang der Diskussionen um eine Umsiedlung fest, dass nur die Kernstadt als neuer Wohnort in Frage kommt.

Für Armin Eichholz, seit vier Wochen Vorsitzender der Geschäftsführung der Mibrag, war die Schlüsselübergabe der erste offizielle Termin – „und auch gleich ein sehr schöner“. Das Markkleeberger Architekturbüro Resta habe die Vorstellungen und Wünsche aller Beteiligten „architektonisch interessant gelöst“. Er hofft, dass sich nicht nur unter den neuen Mietern eine gute Nachbarschaft entwickle, sondern diese auch in der Region zwischen Firmen, Institutionen und Bewohnern bestehen bleibe. Haase ergänzte, dass nur mit gemeinsamen Lösungen das Umsiedlungsprojekt erfolgreich beendet werden könne.

Groitzschs Rathauschef Kunze betonte bei der gestrigen Schlüsselübergabe, dass es sich bei den neuen Mietern um die „umzugswilligen Pödelwitzer“ handele. Andere würden noch die weitere Entwicklung abwarten. Zeit dafür aber bleibt: Die noch nicht verkauften Grundstücke am Schiefen Weg seien bis 2018 den Pödelwitzern vorbehalten, erklärt Sylke Saupe, Leiterin Liegenschaften / Umsiedlungen bei der Mibrag.

Von Julia Tonne

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