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Borna Mibrag überrascht Tänzerinnen, Kämpfer und Sänger aus Borna und Deutzen
Region Borna Mibrag überrascht Tänzerinnen, Kämpfer und Sänger aus Borna und Deutzen
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07:00 13.12.2016
Die kleinen Samurai des Vereins Budokan Deutzen bedankten sich mit einer Vorführung für den Scheck von der Mibrag. Quelle: Jens Paul Taubert
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Neukieritzsch/Deutzen

Vom vorweihnachtlichen Geldsegen, für den das Bergbauunternehmen Mibrag mit der „Aktion Weihnachtsscheck“ auch in diesem Jahr gesorgt hat, profitieren auch zwei Vereine und eine Schule aus dem Raum Borna. Die „Robinienhof-Schule“ für geistig Behinderte in Borna erhielt 2000 Euro, die beiden Deutzener Vereine Happy Dancers und Budokan bekamen je 1000 Euro.

Verein Budokan Deutzen

Drei bis sechs Jahre alt sind die Jüngsten beim Verein Budokan Deutzen. Die derzeit zwölf Kinder werden im Verein liebevoll die „Kleinen Samurai“ genannt und spielerisch an den Kampfsport Karate herangeführt, erklärt Vereinschef Jörg Thormeyer. Bei der Übergabe der Weihnachtsschecks zeigten sie im Vereinhaus des Kulturparks Deutzen, was sie schon gelernt haben. Für die Kleinen will der Verein auch das Geld einsetzen, welches das Bergbauunternehmen auf Empfehlung der Bürgerkontaktgruppe Deutzen-Mibrag an den Kampfsportverein überweist. Unter anderem würden eine neue Wettkampfmatte gebraucht, auf der die Kinder trainieren, und Schlagpolster für das Training.

Rund 70 Sportler gehören zum 1995 gegründeten Budokan Deutzen. Zum Angebot gehören neben Karate auch Selbstverteidigung und Kraftsport, außerdem Laido, der Umgang mit dem japanischen Kampfschwert, und Kobudo, die Kampfkunst mit traditionellen Bauernwaffen. Vereinsmitglieder waren in diesem Jahr schon bei Landesmeisterschaften in Frankenberg und Hoyerswerda erfolgreich, außerdem bei einem internationalen Wettbewerb in Graz/Österreich, wo die 13-Jährige Tina Neumann einen zweiten Platz im Einzelwettbewerb und eine dritten mit einer dreiköpfigen Deutschland-Auswahl errang.

Deutzener Cowgirls

Seit sieben Jahren frönen Deutzener Mädchen und Frauen zwischen elf und Mitte sechzig dem Westerntanz und dessen spezieller Spielart, dem Line Dance. Auf ihrer Website bezeichnen sich die derzeit 19 tanzbegeisterten Damen als Cowgirls. Was nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass sie gern auch Männer im Verein hätten, wie Vereinsvorsitzende Claudia Fetting sagt. Doch haben die offenbar entweder keine Lust zu tanzen oder keine Zeit. Daran wird sich mit den 1000 Euro von der Mibrag, die der Verein ebenfalls auf Empfehlung der Bürgerkontaktgruppe erhält, voraussichtlich nichts ändern lassen. Deswegen stecken die Frauen das Geld lieber gleich in die Vervollkommnung ihrer Garderobe. Die kommt schon jetzt im Blau-Weiß-Rot der US-Fahne her, allerdings weitgehend noch mit eigenen Jeans, Westen und T-Shirts. Jetzt, sagt Vortänzerin Fetting, könne man dank der Mibrag-Spende daran gehen, das einheitliche Outfit zu vervollkommnen, vor allem mit T-Shirts mit Rückenaufdruck für alle Mitglieder.

Und auch darüber hinaus benötigt der Verein, der sich gern zu Veranstaltungen buchen lässt, natürlich auch Geld. Unter anderem für sein jährliches Countryfest im Kulturpark. Zum sechsten in diesem Sommer waren mehr als zehn Gruppen aus ganz Sachsen und darüber hinaus zu Gast. Da wurde getanzt, so lange die Musik spielte.

Robienienhof-Schule Borna

Die Robienienhof-Schule für geistig Behinderte in Borna hat schon seit vielen Jahren engen Kontakt zur Mibrag. Denn Anfang der Neunzigerjahre, erzählt Schulleiter Udo Zocher, nutzte man deren ehemaliges Rechenzentrum als provisorisches Quartier. Schon damals unterstützte die Mibrag die Schule immer mal wieder finanziell, unter anderem für Ausfahrten mit den Schülern. Den Anstoß für den jetzigen 2000-Euro-Weihnachtsscheck gab die Veranstaltung zum 25-jährigen Bestehen der Bildungseinrichtung im September, zu der natürlich auch Mibrag-Vertreter zu Gast waren. Die hörten bei der Gelegenheit auch den erst ein rundes Jahr existierenden Chor, in dem rund die Hälfte der Robinienhof-Schüler mitsingt. Und das in erstaunlicher Qualität, wie Zocher sagt.

Nur waren die Schüler bei der Freiluftveranstaltung leider nicht besonders gut zu hören, weil die vorhandene Technik nicht ausreichte. Deswegen fassten die Mibrag-Besucher damals den Entschluss, der Schule bei der Anschaffung einer neuen Verstärker- und Lautsprecheranlage zu helfen. Diese Zusage wurde jetzt mit dem Weihnachtsscheck eingelöst. So dass, freut sich Zocher schon, seine Chorsängerinnen und -sänger beim nächsten Auftritt im Freien besser zu hören sein werden.

Von André Neumann

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