Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Michael Potkownik aus Borna bringt zweiten Roman raus
Region Borna Michael Potkownik aus Borna bringt zweiten Roman raus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 17.08.2017
Michael Potkownik (re.) ist Regisseur, Schauspieler und mittlerweile auch Romanautor. Quelle: Andreas Döring
Anzeige
Borna

Drehbücher, Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke: Michael Potkownik, Regisseur der Bornaer Theatergruppe Neue Wasser, ist immer am Schreiben. Jetzt hat er seinen zweiten Roman veröffentlicht – und wieder dreht sich alles um den Reformator Martin Luther. Doch diesmal hat Potkownik viele Parallelen zu sich selbst mit eingebaut. Und eine Figur in den Mittelpunkt gestellt, die es nicht gab. Anlässlich des Lutherfestes will der Autor sein Zweitwerk „Johannes – Mönch und Rebell“ unter das Volk bringen.

Im Gegensatz zu seinem ersten Roman „Luther, ein Mönch gegen Papst und Kaiser“, lässt sich kein Hinweis in Geschichtsbüchern finden, dass Johannes gelebt hat. „Die Figur ist reine Fiktion, aber alles, was in dem Buch um Luther herum passiert, basiert auf historischen Erkenntnissen“, macht Potkownik deutlich. Allerdings gebe es sehr wohl Parrallelen zu einer Figur, die 500 Jahre nach Johannes lebt – „und das bin ich“. Beispielsweise stehe Johannes immer wieder vor der Herausforderung, sich verschiedenen Mächten zu stellen. „und das ist etwas, was auch ich oft erlebt habe“.

Das neue Buch. Die Figur des Johannes ist eine reine Fiktion. Es gab ihn nie. Quelle: Julia Tonne

Inhaltlich dreht sich der Roman um einen verwaisten Jungen, der im Jahr 1500 – während die Pest in weiten Teilen Sachsens wütet – im Pegauer Kloster unterkommt und später während seines Studiums Martin Luther begegnet. Durch die Ränkespiele im Kloster gelangt Johannes zusammen mit Luther nach Worms und schließlich auf die Wartburg. Gemeinsam kämpfen beide gegen die Machtansprüche der Kleriker und für das neue Evangelium in der Sprache des Volkes.

Fünf Jahre insgesamt hat der Schriftsteller an dem mehr als 500 Seiten starken Werk gearbeitet, während dieser Zeit erschien bereits sein Lutherbuch, das mittlerweile mehr als 300-mal verkauft worden ist. Das Johannes-Buch dehnt den regionalen Bezug noch deutlich weiter aus. Während sich der Luther-Roman vorrangig auf Borna und die Wirkungsstätten des Reformators beschränkt, kommt Johannes unter anderem nach Worms, Pegau und Gnandstein. Band 2 ist auch schon fertig, Johannes zieht es nach Südamerika, wo er Luthers Wirken fortführen will.

Doch Potkownik kann nicht nur Historisches schreiben, die anrührende Geschichte „Das hast Du mir nie gesagt“ zeugt davon. Es ist ein Blick zurück auf seine Jugendliebe, die er während eines Klassentreffens wiedersieht. Und der er sich nach langen Jahren offenbart. Vielleicht wird aus den zweieinhalb Seiten in den nächsten Monaten ein Liebesroman. Ein Drehbuch wird es auf jeden Fall, „und wenn Fernsehsender dankend ablehnen, kann ich noch immer ein Theaterstück daraus machen“, sagt er.

„Johannes – Mönch und Rebell“ verkauft Potkownik anlässlich des Lutherfestes vom 25. bis 27. August an einem eigenen Marktstand für 13,99 Euro. Zudem gibt es das Buch in der Bornaer Buchhandlung, in der Touristinformation am Markt und zum Ausleihen in der Mediothek. Im Oktober dann ist der Bornaer zu Gast in Frankfurt, um sich und seine Titel während der Buchmesse einem breiteren Publikum vorzustellen.

Von Julia Tonne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die ersten Tage sind bereits rum – und der Borna City Beach ist wieder einmal beliebtes Ziel für Groß und Klein. Das dürfte auch in den kommenden Tagen so bleiben, stehen schließlich Schnupperkurse im Beachvolleyball, ein Fußballtennis- und Jedermann-Turnier noch auf dem Programm – inklusive Musik und Party.

14.08.2017

Was im vorigen Jahr der Pegauer Wasserturm war, wurde jetzt der Klostergarten: der Ort, an dem der Elster-Chor zum gemütlichen Mitsingen einlud. Der Wettergott hatte am Sonnabend ein Einsehen, die Resonanz war überaus erfreulich, und die Premiere ist somit rundum geglückt.

14.08.2017

Kunst und Kulinarisches lassen sich gut miteinander verbinden. So geschehen bei der Slawischen Nacht zum Saisonauftakt des Leipziger Symphonieorchesters im Kulturhaus Böhlen. Das kam beim Publikum gut an.

16.08.2017
Anzeige