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Borna Millionen Liter Saft kommen pro Jahr aus Rötha
Region Borna Millionen Liter Saft kommen pro Jahr aus Rötha
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15:14 16.09.2016
Sonnländer-Geschäftsführer Carsten Neumann (2.v.r.) im Gespräch mit (v.l.) Markus Schmidt, Landrat Henry Graichen und Bürgermeister Stephan Eichhorn.  Quelle: André Neumann
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Rötha

 Seit der Übernahme der Röthaer Fruchtsaftfabrik durch die Edeka-Tochter Sonnländer sind mehr als dreieinhalb Jahre vergangen. Die neu gegründete Holding hatte Anfang 2013 die insolventen ELRO-Standorte in Rötha und Rostock übernommen. Bei Rostock betreibt Sonnländer heute eine rund 140 Hektar große Bio-Obstplantage. Aus den Früchten werden in Rostock Biosäfte gepresst.

Das Geschäft in Rötha ist auf die Abfüllung von Säften in PET-Flaschen spezialisiert. Die stehen unter verschiedenen Markennamen in den Regalen von Edeka-Märkten und im Netto-Markendiscount. In Rötha befindet sich außerdem die zentrale Verwaltung von Sonnländer. Insgesamt arbeiten hier rund 150 Mitarbeiter. Die Produktionskapazität liegt bei mehreren Millionen Litern Saft im Jahr.

Am Freitag empfingen Sonnländer-Geschäftsführer Carsten Neumann und der Röthaer Betriebsleiter Mirco Türschmann Landrat Henry Graichen (CDU), den Wirtschaftsförderer des Landratsamtes Markus Schmidt und Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) zum Unternehmensbesuch. Nach einem anderthalbstündigen Gespräch kam Graichen zu der Einschätzung: „Das Unternehmen macht einen soliden Eindruck.“

Zwar nannte der Geschäftsführer keine Zahlen, bezeichnete Sonnländer aber als Gewerbesteuerzahler vor Ort. Zudem bekannte sich der Geschäftsführer mehrfach zum Standort, der für sich in Anspruch nehme, die Wiege der Obstsaft- und Obstweinherstellung in Deutschland zu sein: „Wir wollen den Standort auf jeden Fall behalten“, sagte Neumann seinen Gästen, um später noch zu betonen: „Wir wollen Rötha nicht den Rücken kehren.“ Dies auch angesichts der Tatsache, dass der innerörtliche Standort logistische Nachteile mit sich bringt. In dem Zusammenhang wurde ebenfalls über den Lkw-Verkehr durch die Stadt gesprochen, an dem sich auch nach Ansicht von Bürgermeister Eichhorn nichts ändern lasse. Auf Anfrage wurde zugesichert, dass zwischen 22 und 6 Uhr keine Lastwagen fahren.

Nach der Übernahme vor dreieinhalb Jahren hat Sonnländer in Rötha mehrere Gebäude abgerissen, das unter Denkmalschutz stehende Verwaltungsgebäude saniert und in moderne Produktionsanlagen investiert. Zurzeit wird das ehemalige Edeka-Zentrallager in Borna als Lager für die abgefüllte Flaschenware hergerichtet.

Zu den wichtigsten Anliegen der Sonnländer-Führung gehöre die Qualität, wie Neumann mehrfach untermauerte. „Unsere Säfte sind gut, dazu stehen wir.“ Dieser Anspruch spielt auch bei der Auswahl des Personals eine Rolle, welches Sonnländer verstärkt selbst ausbildet. Gebraucht werden vor allem Mechatroniker und Fachkräfte für Fruchtsaftherstellung. Für diesen Beruf gebe es in Deutschland nur eine einzige Berufsschule, sagte Türschmann. Außerdem werden in Rötha auch Fachkräfte für Lagerlogistik ausgebildet.

Von André Neumann

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