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Mindestlohn: Kein Verlust von Arbeitsplätzen im Landkreis Leipzig

Neues Lohngefüge Mindestlohn: Kein Verlust von Arbeitsplätzen im Landkreis Leipzig

Nein, Arbeitsplätze sind seit der Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes vor einem reichlichen Jahr im Landkreis Leipzig nicht weggefallen. Darin sind sich Vertreter der Kreishandwerkerschaft und des Gewerkschaftsbundes (DGB) einig. Allerdings habe das neue Lohngefüge Folgen für die Verbraucher gehabt.

Der Mindestlohn habe nicht zum Rückgang von Arbeitsplätzen geführt. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Landkreis Leipzig. Nein, Arbeitsplätze sind seit der Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes vor einem reichlichen Jahr im Landkreis Leipzig nicht weggefallen. Darin sind sich der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Landkreis Leipzig, Ingo Schöne, und Erik Wolf, kommissarischer Geschäftsführer der Region Leipzig/Nordsachsen im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), einig. Allerdings habe das neue Lohngefüge Folgen für die Verbraucher gehabt, sagt Schöne.

Zumindest in einigen Branchen wie etwa bei Fleischern und Bäckern. „Da sind die höheren Lohnkosten auf den Verbraucher umgelegt worden.“ In anderen Branchen sei das nicht so problematisch gewesen. „Weil die Löhne dort schon höher waren als der gesetzliche Mindestlohn“, so Schöne weiter.

Für den Gewerkschafter Wolf ist klar, „dass der Mindestlohn etwas gebracht hat“. Vor allem seien aus Leuten, die nur geringfügig beschäftigt waren, Arbeitnehmer mit sozialversicherungspflichtigen Jobs geworden. Dass viele Stellen wegfallen würden, wie prognostiziert, „das ist nicht geschehen“. Wolf räumt aber ein, dass es in einigen Branchen, etwa bei Taxifahrern, durchaus Schwierigkeiten gebe.

Unter dem Strich gebe es aber den eher positiven Effekt, dass es zu einer Steigerung der Reallöhne gekommen sei. Dass das Bier in der Gastronomie womöglich ein paar Cent teurer geworden ist, habe sicherlich kaum jemand bemerkt. Das sei ähnlich wie im Friseurhandwerk, in dem schon länger Mindestlohn gezahlt wird. Da sei anfangs auch befürchtet worden, „dass das Trinkgeld wegfällt“, so Wolf: „Das ist aber nicht passiert.“

Von Nikos Natsidis

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