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Borna Ministerium will Klassen mit mehr Schülern
Region Borna Ministerium will Klassen mit mehr Schülern
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20:28 27.05.2011
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. „So haben es die Fraktionen von CDU und FDP vereinbart." Demnach dürfen bis dahin Mittelschulen mit Fünftklässlern ins neue Schuljahr gehen, selbst wenn sie die erforderliche Zahl von 40 Schülern und zwei Eingangsklassen nicht erreichen sollten. Alle Mittelschulen der Borna-Geithainer Region hatten für das kommende Schuljahr aber die Grenze von 40 künftigen Fünftklässlern übersprungen.

Unabhängig davon gelte es im Landkreis Leipzig, „eine realistische Schulnetzplanung vorzunehmen", so von Breitenbuch. Gerade mit Blick auf notwendige Investitionen in die Schulen seien die durch die veränderten Zulassungskriterien ausgelösten positiven Veränderungen der Schülerverteilungen zwischen Gymnasien und Mittelschulen neu einzuarbeiten. Von Breitenbuch: „Da Fördermittel nur noch bis 2013/14 in Größenordnungen greifbar sind und Voraussetzung für eine Förderung ein genehmigter Schulnetzplan ist, muss es dem Kreistag gelingen, der Wahrheit nicht nur der Schülerzahlen, sondern vor allem auch der Eigenmittel der Kommunen ins Auge zu sehen." Hier müssten Schwerpunkte gesetzt und „das unselige Wettrüsten oder Blockieren der schultragenden Gemeinden untereinander" beendet werden. Stattdessen sei eine Kooperation in der Region gefragt, um dauerhaft qualitativ hochwertige und für die Kommunen finanziell tragbare Schulverhältnisse zu haben.

Das Moratorium greife nicht in die mittel- und langfristigen Planungen für das sächsische Schulnetz ein, so der CDU-Kreischef weiter. Es schaffe aber eine Verschnaufpause, um Probleme an Mittel- und Grundschulen zu regeln.

Der Bescheid des Kultusministeriums, der jetzt zum Schulnetzplan des Landkreises im Landratsamt eingetroffen ist, untermauert von Breitenbuchs Worte. Wie berichtet, stimmt Dresden einem weiteren Bestand der Mittelschulen Kitzscher, Regis-Breitingen und Colditz nicht zu. Der Kreistag hatte im Herbst 2010 einen Plan ohne weitere Schulschließungen verabschiedet. In seinem Bescheid weist das Ministerium explizit daraufhin, dass das Schulnetz so gestaltet werden müsse, dass in Grund- und Mittelschulen eine durchschnittliche Klassengröße von 25 Schülern erreicht wird. Im Landkreis Leipzig lägen die erreichten Werte jedoch nur bei 19 in Grund- und 22 in Hauptschulen. Um sich dem Richtwert anzunähern, „müssten häufiger als bisher Klassen mit mehr als 25 Schülern gebildet werden", schreibt das Kultusministerium wörtlich und „behält sich Maßnahmen zur Optimierung der Klassenbildung in allen Klassenstufen ausdrücklich vor".

Die Liste der Bildungseinrichtungen in öffentlicher Trägerschaft, in denen sich der Schlüssel letztmals beim Zuschließen drehte, ist lang. 40 Grundschulen, 23 Mittelschulen, sechs Gymnasien und sechs Förderschulen seien bis zum 31. Juli 2009 im Kreisgebiet aufgehoben worden, heißt es im 18-seitigen Schreiben aus Dresden. Zu Jahresbeginn gab es im Landkreis Leipzig noch 87 öffentliche Schulen – 55 Grund-, 19 Mittel- und sieben Förderschulen sowie sechs Gymnasien.

Frank Prenzel

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