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Borna Mischwasser kommt direkt in die Wyhra
Region Borna Mischwasser kommt direkt in die Wyhra
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05:03 09.07.2018
Während das erste Bauwerk im Ganzen an der Baustelle ankam, werden die nächsten Teile erst an Ort und Stelle zusammengebaut. Quelle: Julia Tonne
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Borna

In der Sachsenallee in Borna haben die Arbeiten von Seiten des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) begonnen. Die Einfahrt zur Abtsdorfer Straße ist längst gesperrt, dort entsteht in den kommenden Monaten eine Mischwasserbehandlung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik, wie Michael Spitzner, Geschäftsführer des ZBL, sagt.

Bei Starkregen staut sich das Wasser im Stahlbetonbauwerk

Drei einzelne Teile sind für die örtliche Mischwasserbehandlung erforderlich: ein Stauraumüberlauf als Entlastungsbauwerk, ein Entlastungskanal, der in die Wyhra führt, und ein Pumpenbauwerk. Ersteres bringt allein schon beeindruckende Maße mit sich: Das Stahlbetonbauwerk wird 6,75 Meter lang, vier Meter breit und fast vier Meter hoch. Verbaut wird es in rund 4,5 Metern Tiefe.

Das Mischwasser fließt durch einen Kanal in der Sachsenallee in das Bauwerk und wird anschließend in Richtung Abtsdorfer Straße weitergeleitet. Bei Starkregen staut sich das gemischte Wasser im Bauwerk an, da nur begrenzte Mengen in Richtung Abtsdorfer Straße geleitet werden können.

Mischwasser wird vor Einleitung stark verdünnt

„Im Bauwerk befindet sich ein Trog, in den das 1,80 Meter hoch angestaute Wasser hineinfällt und in den Entlastungskanal in die Wyhra fließt“, erklärt Bauleiter Michel Moeller das technische Anlagenprinzip. Damit die Wyhra nicht verunreinigt werde, wird das gestaute Mischwasser nur in mit Regenwasser stark verdünnter Menge eingeleitet. Ein Rechen im Bauwerk halte zudem Feststoffe wie Toilettenpapier zurück. Diese werden während des Einleitungsvorgangs weiterhin in die Abtsdorfer Straße entsorgt.

Mischwassermenge wird überwacht

Der Entlastungskanal wiederum werde in drei Metern Tiefe eingebaut und beinhalte einen Messschacht, in dem die übergelaufenen Mischwassermengen gemessen und überwacht werden. Da die Mischwasserbehandlung im Verbund mit weiteren Stauraumüberläufen funktioniert, muss nach Aussage von Moeller weiterhin ein unterirdisches Pumpenbauwerk hergestellt werden.

Das sorgt dafür, dass im Staufall das Mischwasser, das von der Angerstraße zufließt, ungehindert in Richtung Abtsdorfer Straße (als Sammelpunkt) geleitet werden kann.

Sachsenallee ab August voll gesperrt

Der Bau der Mischwasserbehandlung geht derzeit mit einer halbseitigen Sperrung im Kreuzungsbereich einher, voll gesperrt wird die Sachsenallee ab August. Dann erneuert der Zweckverband den Mischwasserkanal zwischen Abtsdorfer und Theo-Neubauer-Straße. Der Austausch des Kanals in der Straßenmitte erfordert wegen dessen Größe (er misst bis zu 1,40 Meter im Durchmesser) die Vollsperrung der B 93.

Von Julia Tonne

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