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Borna Mit Pumpe und Presslufthammer: Technisches Hilfswerk Borna zeigt Einsatz
Region Borna Mit Pumpe und Presslufthammer: Technisches Hilfswerk Borna zeigt Einsatz
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13:41 28.05.2017
Gar nicht so einfach: Eine Betonplatte wird durchbohrt. Damit demonstriert die THW-Jugend beim Tag der offenen Tür in Borna ihr Können. Quelle: René Beuckert
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Borna

Das Technische Hilfswerk (THW) ist seit 2003 in Borna vertreten. Um den Besuchern einen Einblick in seine Arbeit zu geben, veranstaltete es am Samstag einen Tag der offenen Tür, an dem die Besucher sich nicht nur von der umfangreichen Technik ein Bild machen, sondern sie in einigen Bereichen sogar ausprobieren konnten. „Es ist nicht nur eine Technikschau, vielmehr wollen wir interessierte Besucher über die Vielfältigkeit unserer Leistungen informieren“, sagte Marco Leipert vom THW.

Obwohl aktuell 75 Erwachsene und 20 Jugendliche die Reihen stärken, sucht das Hilfswerk noch weitere Interessenten. „Wir könnten zusätzlich 20 Mitglieder aufnehmen, um noch andere Bereiche für den Ernstfall abzusichern. Für uns ist es wichtig, alle Positionen zu besetzen, um gerüstet zu sein.“ Dirk Hofmann vom THW erklärte, dass vor allem technisch Interessierte hier ein breites Betätigungsfeld vorfinden. „Wem aber die technischen Herausforderungen nicht so liegen, der findet dennoch im THW ein breites Aufgabengebiet vor. So sind wir an weiteren Köchen genauso interessiert wie an Leuten, die mit Büroarbeit vertraut sind. Wer mit Kindern gut umgehen kann, ist hier ebenfalls gern gesehen, denn der Nachwuchsbereich liegt uns am Herzen“, hob Hofmann hervor.

Zum Tag der offenen Tür hatten sich einige Kinder eingefunden, die das große blaue Fahrzeug am Eingang gleich in ihren Besitz nahmen. Die hohe Mannschaftskabine sorgte zudem für einen guten Überblick. „Mir gefällt die viele Technik hier“, erklärte der elfjährige Patric Kolka. Auch Janne Heyde zeigte sich nach wie vor von der Technik begeistert. „Leider bin ich nicht mehr mit dabei, da ich in meiner Freizeit nun Fußball spiele“, erzählte der 13-Jährige.

Einen guten Kontakt pflegen die THW-Leute zu den Brandschützern. „Die Feuerwehr hat ein anderes Aufgabengebiet, bei ihnen kommt es zumeist auf schnelles Handeln an“, stellte Marco Leipert fest. Dennoch ergänzen sie sich, da sich die Ausstattung in einigen Bereichen unterscheidet. „Unsere Hochleistungspumpen, um ein Beispiel zu nennen, sind für das Abpumpen sehr großer Wassermengen ausgelegt, was sich im Hochwassereinsatz, wie in Dresden und Bautzen, bewährt hat.“ Wer sich für ein Mitwirken im THW entscheidet, stellt sich zugleich der Herausforderung, überregional tätig werden zu müssen. „Dort, wo wir gebraucht werden, ist unser Einsatzort. Der kann in ganz Deutschland sein“, hob Dirk Hofmann hervor.

Dass schon die THW-Jugend ihren Mann steht, bewiesen Jugendliche, die zur Demonstration eine Betonplatte durchbohrten. Besucher Silvio Schindler wollte es ihnen gleichtun und stemmte sich mit ganzer Kraft auf den Bohrer. Es sollte noch eine ganze Weile dauern, bis er den Beton durchbrach. „Es ist schon bemerkenswert, was hier geleistet wird“, stellte er fest.

Von René Beuckert

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