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Mitarbeiter aus Albanien – wie Volkssolidarität Borna Personalbedarf deckt

Pflege Mitarbeiter aus Albanien – wie Volkssolidarität Borna Personalbedarf deckt

Der Kreisverband Borna der Volkssolidarität hat Probleme bei der Besetzung von Stellen im Pflegebereich. Zwar bildet die Organisation seit mehr als zehn Jahren selbst Pflegekräfte aus, der akute Bedarf lässt sich so aber nicht decken. Der Kreisverband beschreitet deshalb neue Wege. Mittlerweile sind zwei albanische Pflegekräfte im Einsatz.

Einweihung des betreuten Wohnens der Volkssolidarität Borna in der Mühlgasse im Herbst des Vorjahres.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Wenn es um die Volkssolidarität (VS) geht, kommt wohl den meisten Menschen die Betreuung von Senioren in den Sinn. Kein Wunder, war das doch zu DDR-Zeiten das einzige Betätigungsfeld der Organisation. Und obwohl sich die VS längst auch in der Kinderbetreuung einen Name gemacht hat, bleiben ältere Menschen eine Kernklientel der Organisation. Das gilt auch für den Kreisverband Borna. Dennoch hat der Wohlfahrtsverband zusehends Probleme bei der Besetzung von Stellen im Pflegebereich, wie Geschäftsführer Daniel Lori sagt.

Dabei nimmt die Bedeutung des Pflegedienstes bei der Volkssolidarität in Borna immer mehr zu. 350 Menschen werden derzeit von VS-Pflegekräften betreut, Tendenz zumindest nicht abnehmend. Dass der Pflegeberuf die ganze Frau oder den ganzen Mann fordert, ist klar. Lori: „Das ist schwere Arbeit“, auch und vor allem körperlich. Hinzu kommt, dass die Pflegekräfte bei Wind und Wetter unterwegs sind. Dass die VS bei der Bezahlung der Pflegedienstmitarbeiter an finanzielle Grenzen stößt, macht die Sache nicht leichter. Längst sei es so, dass sich die verschiedenen Pflegedienste die Mitarbeiter gegenseitig wegnehmen: „Der Markt ist wie leergefegt“, sagt Lori.

Zwar bildet die Volkssolidarität seit mehr als zehn Jahren selbst Pflegekräfte aus, der akute Bedarf lässt sich so aber nicht decken. Der Kreisverband Borna beschreitet deshalb neue Wege. Mittlerweile sind zwei albanische Pflegekräfte im Einsatz – mit ordentlichen Deutschkenntnissen und nach Ablegen einer Anerkennungsprüfung in Deutschland.

Von den Mitgliedern des VS-Kreisverbandes Borna sind das Gros Menschen im Seniorenalter. Deren Zahl beläuft sich derzeit auf etwa 1400 – viel weniger als bis 1990, aber dennoch eine Hausnummer. Der zu sozialistischen Zeiten einzige Wohlfahrtsverband, der im Gebiet der ehemalige Kreise Borna und Geithain aktuell 293 Mitarbeiter beschäftigt, hält betreute Wohneinrichtungen vor, in denen in Borna sowie in Pegau 230 Menschen leben. Leer steht kaum ein Wohnung. „Die Nachfrage ist sehr groß.“ In der Regel entschließen sich Senioren im achten Lebensjahrzehnt, ins betreute Wohnen zu ziehen, sagt Geschäftsführer Lori. Und es sind häufiger Paare, „das war früher anders“.

Die Senioren von heute haben sich verändert. Sie werden nicht nur älter, sie sind auch mobiler als ihre Altersgenossen etwa in den 60er und 70er Jahren. Das wird in den 30 Ortsgruppen der Volkssolidarität deutlich, von denen es allein in Borna acht gibt. „Das sind eher Interessengemeinschaften“, sagt Geschäftsführer Lori. Deshalb geht es bei den Zusammenkünften um Themen wie Gesundheit und Sicherheit. Auch Vorträge über Reisen stehen hoch im Kurs, ebenso wie der klassische Kaffeeklatsch.

Der Kreisverband betreibt zudem acht Kindertagesstätten. Es sind Geschäftsfelder wie diese, die zur Folge haben, dass der VS-Landesverband Sachsen als stärkster bundesweit gilt, wie Lori sagt. Hinzu kommen Angebote wie die Familienpflege, eine Art Haushaltshilfe für Familien in besonderen Situationen. Dennoch: „Seniorenbetreuung ist schon ein großer Teil unserer Arbeit“, so der VS-Chef. Eben auch der Pflegebereich mit der großen Personalnachfrage.

Von Nikos Natsidis

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