Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Mitgliederzahlen bei Groitzscher Feuerwehr nicht stabil
Region Borna Mitgliederzahlen bei Groitzscher Feuerwehr nicht stabil
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:47 26.02.2017
Floriansjünger in Groitzsch halten Rückblick auf 2016: Ortswehrleiter Mario Zetzsche stellte den Tod des Kameraden Christian Ufert an den Anfang seines Berichtes. Quelle: Roger Dietze
Anzeige
Groitzsch

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Groitzsch stand im Zeichen der Trauer. Denn aus den Reihen der Groitzscher Kameraden war Ende vergangenen Jahres unvermittelt ihr Mitstreiter Christian Ufert gerissen worden. „Er verstarb für uns alle unfassbar schnell nur drei Wochen nach dem plötzlichen Ausbruch einer Krankheit. Die Lücke zu schließen, die er hinterlassen hat, wird uns sehr schwerfallen“, versuchte Ortswehrleiter Mario Zetzsche das tragische Ereignis in Worte zu fassen.

Den anschließenden Übergang zur Tagesordnung mochte dem Wehrleiter erleichtert haben, dass er mit Tom Blöhm einen jungen Mann in die Reihen der aktiven Kameraden aufnehmen konnte. „Tom war schon Mitglied unserer Jugendfeuerwehr, pausiert dann zwar, aber hat ganz offensichtlich doch Gefallen an der Feuerwehr gefunden“, sorgte Groitzschs Chef-Floriansjünger nach dem bedrückenden Beginn der Jahreshauptversammlung für etwas Auflockerung.

Der Jugendfeuerwehr gehören aktuell 13 Jungs und sieben Mädchen an. „Das macht zusammen mit den 36 Kameradinnen und Kameraden der aktiven Wehr und den 13 der Altersabteilung eine Gesamtstärke in der Stadtfeuerwehr Groitzsch von 69 Kameradinnen und Kameraden“, rechnete Mario Zetzsche vor, um im nächsten Atemzug einmal mehr einen personellen Rückgang zu beklagen: „Unsere Mitgliederzahlen sind gegenüber 2015 leider nicht stabil geblieben, und ich muss auch diesmal feststellen, dass wir immer noch zu wenige Kameraden sind.“

Zetzsche sieht diesbezüglich die „große Politik“ in der Verantwortung. „In diesem Jahr ist Bundestagswahl, und wir sind gespannt, was man uns diesmal verspricht und ob es vielleicht zu mehr als nur zu einem Teppich und einem Schrank für das Gerätehaus reicht“, übte sich der Wehrleiter zunächst in Sarkasmus, um umgehend klare Forderungen zu formulieren. „Würden nur ein paar Millionen Euro in die Kameraden der Aktiven Abteilungen investiert, etwa im Gestalt der schon so lange zur Rede stehenden Feuerwehrrente, dann bin ich überzeugt, dass sich auch bei uns ein paar neue Mitglieder einfinden würden“, sagte er.

Immerhin: Das Zusammenspiel mit der „kleinen Politik“ scheint in Groitzsch zu funktionieren. „Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit der Stadt stehen in der Zeit zwischen sechs und 17 Uhr jederzeit elf Kameraden aufgrund der Tatsache zur Verfügung, dass sie bei der Stadt beschäftigt sind“, berichtet Mario Zetzsche. Hinzu kämen weitere drei tagsüber einsatzfähige Kameraden. „Wir sind also stets in der Lage, sofort mit 14 Kameraden ausrücken zu können.“ Die positive Situation werde aber dadurch getrübt, dass zu wenig Atemschutzträger darunter sind, weswegen Hilfe der Feuerwehr Pegau in Anspruch genommen werden müsse, erklärte der Groitzscher Ortswehrleiter, dessen Truppe im vergangenen Jahr zu insgesamt 41 Einsätzen ausrückte.

Von Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bauchredner Roy Reinker aus Bad Lausick ist erst 20 und schon ein gefragter Unterhaltungskünstler. Am Freitagabend begeisterte er mit seinen Puppen im ausverkauften Stadtkulturhaus Borna.

26.02.2017

Im Jubiläumsjahr 175 Jahre Neukieritzsch würdigt der Verein Geschichtswerkstatt die heimatgeschichtliche Tätigkeit von Gustav-Ernst Ehrler. Der Lehrer gilt als erster Ortschronist der Gemeinde.

25.02.2018

Mit unübersichtlichen Gebühren soll in der Mediothek in Borna bald Schluss sein. Im März tritt eine geänderte Satzung in Kraft, die für mehr Benutzerfreundlichkeit sorgen soll. Internet gibt es künftig kostenlos. Neu ist eine (Groß-)Eltern-Kind-Karte.

27.02.2017
Anzeige