Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Mittagessen für 20 Leute in der Schulstraße
Region Borna Mittagessen für 20 Leute in der Schulstraße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:01 05.06.2018
Wolfgang Osterkamp ist Geschäftsführer der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiative Leipzig. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Borna

Gekocht wird schon lange wieder in der Bornaer Schulstraße. Bis zu 20 Leute kommen jeden Wochentag in den Bürgertreff der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiative Leipzig, die hier auch Beratungen anbietet. Zum Jahreswechsel war dem Verein der Mietvertrag für die erste Etage im Gebäude Nummer 19/20 gekündigt worden.

Die Stadtverwaltung hatte die Kündigung mit dem Fehlen eines Fettabscheiders begründet, der für die Zubereitung von Speisen, wie es eben dort passierte, zwingend vorgeschrieben ist.

Nun wird im Erdgeschoss gekocht

Das Problem ist längst behoben, sagt Wolfgang Osterkamp, Geschäftsführer der Initiative, und erklärt, dass er die Kündigung für eine „Schikane“ der Stadt hält. Mittlerweile wird das Essen im Erdgeschoss gekocht und ausgegeben, das der Verein nach wie vor nutzt.

Eine Angebot, das für Hartz-IV-Empfänger und Sozialhilfeempfänger und im Prinzip für Leute gedacht ist, „deren Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt“, so Osterkamp. Die beläuft sich bei einer Person auf ein Einkommen von 1050 Euro.

Ehrenamtliche bereiten das Essen zu

Die Gefahr, dass jemand, der mitisst, nicht zur avisierten Klientel gehört, sieht der ESI-Geschäftsführer nicht. „In der Regel käme ein Normalverdiener doch nicht darauf, hierherzukommen.“

Gekocht wird von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die von Ein-Euro-Jobbern unterstützt werden. Wer – berechtigt – mitessen will, der sollte sich bis zum Donnerstag, Freitag dafür anmelden.

Von Nikos Natsidis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit 1000 Euro ist der Preis der Zukunftsstiftung Leipzig dotiert, den der Leipziger HTWK-Student Christoph Schwager jetzt erhalten hat. Der junge Man hat einen Funksensor zur Verschleißerkennung von Tagebaugroßanlagen entwickelt

08.06.2018

Ein Glasfaseranbieter wollte im unterversorgten Neukieritzsch jetzt superschnelles Internet in die Wohnungen bringen. Daraus wird vorerst nichts. Groitzsch ist ebenfalls skeptisch.

08.06.2018

Nach vier Wochen können etliche betroffene Neukieritzscher wieder vernünftig telefonieren. Sie waren von ihren Gesprächspartnern nicht oder nur teilweise zu hören.

05.06.2018
Anzeige