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Borna Mitwirkungsentzüge für Regis und Kitzscher
Region Borna Mitwirkungsentzüge für Regis und Kitzscher
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17:05 17.05.2010
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Borna/Dresden

Das sächsische Kultusministerium hat den Einrichtungen die Mitwirkung entzogen. Der Widerspruch des Landkreises Leipzig gegen die Mitwirkungsentzüge in Kitzscher und Colditz hat nicht die erhoffte Wirkung erzielt. Diese habe der Landkreis zu verhindern versucht. Kultusamtsleiter Manfred Schön erklärte gestern auf Nachfrage: „Gegen die nicht genehmigte Klassenbildung in Regis-Breitingen sind wir nicht vorgegangen. Kitzscher und Colditz hätten wir aber gern fortgeführt. Das Kultusministerium fährt offensichtlich eine harte Linie", resümierte Schön die Botschaft aus Dresden. Das Schreiben des Kultusministerium an betroffene Eltern soll heute morgen in den Briefkästen stecken. Eltern erhalten damit die Information, an welcher Schule ihre Kinder ab 9. August lernen werden. Am Freitag seien die Schulträger in Kenntnis gesetzt worden, teilte Irina Schenk, Sprecherin des Ministeriums mit. Zur Begründung heißt es in der ministeriellen Erklärung: „Um die Leistungsfähigkeit des bestehenden Schulsystems sichern zu können, müssen die im Schulgesetz vorgegebenen Rahmenbedingungen konsequent eingehalten und umgesetzt werden. Das gibt Eltern, Schülern und Lehrern Planungssicherheit und garantiert zugleich die Qualität von Schule." Tiefe Bestürzung in der Mittelschule Kitzscher. Schulleiter Rainer Reichenbach erreichte ein Schreiben, dass keine fünfte Klasse im Schuljahr 2011/2012 gebildet werden darf. „Kein Kommentar", war nur aus seinem Mund dazu zu erfahren. Bürgermeister Maik Schramm weilte gestern in Dresden. Per Telefon teilte er auf Anfrage mit, dass sich morgen das Elternaktiv der Schule trifft, um weitere Schritte zu beraten. „Wir können diese Mitteilung nicht akzeptieren", erklärte er. Die Stadt werde darum kämpfen, dass es eine fünfte Klasse im nächsten Schuljahr gebe. „Wir brauchen die Mittelschule im Ort", sagte er. In den nächsten Jahren würde es laut Statistik genug Schüler geben, die eine Eröffnung einer fünften Klasse rechtfertigen würden. In Regis-Breitingen war man auf das Ergebnis schon vorbereitet. Gleichwohl die Nachricht nicht mehr neu ist, bleibt sie „von tiefgreifender Bedeutung für die Stadt", kommentierte Bürgermeister Thomas Kratzsch. Die Stadt werde jetzt ein genaues Auge darauf haben, wie die Schulwege und Beförderungskriterien für die Schüler gestaltet werden. Kratzsch: „Es wird wichtig sein, dass die Schüler nur kurze Wege zu Haltestellen zurücklegen müssen und dass Fahrzeiten entsprechend dem Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten bestehen." Der Chef der Leipziger Bildungsagentur Ralf Berger gibt zum Mitwirkungsentzug keinen Kommentar ab. „Wir haben das zur Kenntnis zu nehmen und sind verantwortlich, das Schulgesetz einzuhalten." Die Agentur habe sich bemüht, den Eltern, die ihre jetzigen Viertklässler für die Mittelschulen Regis und Kitzscher angemeldet haben, den Zweit- oder Drittwunsch zu erfüllen. Flankierend würden vor Ort zeitnah Gespräche angeboten, „um individuelle Probleme zu besprechen". Die Agentur werde sich auch mit dem Landkreis in Verbindung setzen, „um die Prozesse zu gestalten". Unter anderem gehe es um die Frage der Schülerbeförderung. Dazu kündigte Manfred Schön an, dass am 26. und 27. Mai sowie am 1. Juni Gespräche in der Grundschule Deutzen sowie den Mittelschulen in Colditz und Kitzscher geben werde, „wo den Eltern Fragen zu künftigen Schulwegen beantwortet werden sollen".

Frank Prenzel, Thomas Lieb und Cornelia Braun

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