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Mix aus Kohle, Sonne und Wind

Mix aus Kohle, Sonne und Wind

Welche Energiepolitik verfolgt das Land Sachsen, wie kann die Energiewende gelingen und was kommt auf die Stromkunden zu? Das sind Fragen, die am Mittwochabend beim Treffen des CDU-Kreisverbands Landkreis Leipzig im Bürgerhaus unter anderem im Fokus standen.

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Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich spricht auf Einladung des Vorsitzenden des CDU-Kreisverbands Landkreis Leipzig, Georg-Ludwig von Breitenbuch (r.) zur Energiepolitik.

Quelle: Julia Tonne

Borna. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich machte deutlich, was ihm wichtig ist, er stehe "klipp und klar für einen Energiemix".

Laut Tillich müssen drei Punkte erfüllt sein, damit eine nachhaltige Energiepolitik gelingen kann: Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Doch in Ampelfarben verdeutlicht, stehen nicht alle drei auf grün, lediglich der Umweltschutz. "Die Versorgungssicherheit steht auf gelb und die Wirtschaftlichkeit nur auf rot", erklärte der Ministerpräsident vor dem vollen Ratssaal. "Wir machen uns mittlerweile Sorgen um eine ausreichende Versorgung", stellte er klar. Denn Deutschland habe im vergangenen Jahr 66 Terrawattstunden exportiert, mehrere Atomkraftwerke seien vom Netz gegangen, "aber Wind und Sonne sind auch nicht rund um die Uhr verfügbar".

Zwar könne mittlerweile eine große Menge des Verbrauchs durch Fotovoltaik- und Windkraftanlagen abgedeckt werden, doch beides sei abhängig von Umweltbedingungen, die keiner regulieren könne. Doch damit jeder ausreichend mit Energie versorgt werde, müsse man sich auf einen Energiemix verständigen, vor allem im Freistaat. "Sachsen war Kohleland und wird immer eines sein", mit Braunkohle sei es möglich, Verbraucher mit Energie zu versorgen, auch wenn nicht die Sonne scheine und Wind wehe. Denn Speichermöglichkeiten für erneuerbare Energien seien noch Zukunftsmusik. Zudem sei die Kohle auch ein Garant für Arbeitsplätze.

Für den Leiter des Kraftwerks in Lippendorf, Thomas Hörtinger, ist dieses "der beste Partner für erneuerbare Energien". Die Leistung sei flexibel, sie könne bis zu 5000 Megawatt heruntergeregelt und dann wieder raufgefahren werden. Nur durch die Kombination aus Sonnen-, Wind- und Kohleenergie sei die flächendeckende Versorgung zu gewährleisten.

Kritik übte Tillich am Mittwochabend am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das dringend überarbeitet werden müsse. Durch die Regelung der bevorzugten Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen und der Garantie von festen Einspeisevergütungen für die Erzeuger gebe es einen zu großen Anreiz für mögliche Investoren, in neue Anlagen - unabhängig, ob in Sonnen- oder Windkraftanlagen - zu investieren. "Jeder will was vom EEG-Kuchen abhaben, das geht aber zu Lasten der Stromkunden" - in Form von höheren Strompreisen.

Tillich befürwortet daher zumindest eine Senkung der Stromsteuer und ist optimistisch, dass das bald passieren könne. Sehr zur Freude von Bernd Biedermann, Geschäftsführer der Service- und Vertriebsgesellschaft der Kreishandwerkerschaften. Zwar könnten kleine und mittelständische Unternehmen schon jetzt eine Senkung beantragen und davon profitieren, "aber die bürokratischen Hürden sind viel zu hoch", kritisierte er. Auch das ist ein Punkt, den Tillich mit nach Dresden nahm.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.05.2013

Tonne, Juli

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