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Borna Modellkoloss B-25 Mitchel zerschellt auf einem Feld
Region Borna Modellkoloss B-25 Mitchel zerschellt auf einem Feld
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14:13 19.05.2015
Burkhard Dotzauer wurde 2013 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister im Jetfliegen. Zum Flugplatzfest führte er seine düsengetriebene Lockheed T-33 vor. Quelle: Olaf Becher

Alles geschah allerdings einige Nummern kleiner als im Original, denn der Verein "Modellflieger Werben" hatte wieder zum jährlichen Flugplatzfest eingeladen. "Zu unseren Gästen zählen diesmal Hobbypiloten aus dem erzgebirgischem Hilmersdorf sowie von den befreundeten Vereinen aus Taucha und Leipzig-Süd", freute sich der Vereinsvorsitzende Dietmar Schäke über die große Resonanz. Dazu präsentierten zahlreiche Miniaturpiloten des inzwischen 31 Mitglieder zählenden Vereins ihre Modelle.

Rund 80 Flieger der unterschiedlichsten Kategorien konnten am Rand der Graspiste bestaunt werden und regten die Anwesenden zu allerlei Fachsimpeleien an. Die Attraktion sollte diesmal die Vorführung einer B-25 Mitchel werden, die mit einer Spannweite von sechs Metern und einem Abfluggewicht von 145 Kilogramm zu den größten funkferngesteuerten Modellflugzeugen Europas zählt. Für die Maschine von Roland Sabatschus, Chef des Teams "Legendary Fighters" aus den alten Bundesländern, mussten die Werbener extra eine Sondergenehmigung bei der Landesdirektion beantragen, da ihr Platz sonst nur bis 25 Kilogramm zugelassen ist.

Doch kurz nach dem Start fiel einer der beiden Motoren aus und das Flugzeug zerschellte beim Absturz auf einem nahen Feld. "Für alle war es eine sehr emotionale Sache. Entsprechend getrübt ist nun die Stimmung nicht nur bei unserem Gastteam", erklärte Schäke.

Das war auch Burkhard Dotzauer anzumerken. Der Leipziger, der Mitglied der deutschen Jet-Nationalmannschaft ist und im Vorjahr Mannschaftsweltmeister wurde, führte unter anderem seine Lockheed T-33 vor. Der Nachbau eines ehemaligen Düsenflugzeuges der U.S. Air Force im Maßstab 1:4,5 beeindruckte neben einer Spannweite von 2,85 Metern sowie einer Turbine mit 16 Kilogramm Schubkraft besonders mit ihrem unüberhörbaren Sound. "Die Geräuschkulisse und der Kerosingeruch machen das Jetfliegen immer zu einem Erlebnis", so der Vertriebsleiter.

Dass es auch wesentlich einfacher geht, zeigte Tom Zimmer. Er steuerte mit der Fernbedienung einen fliegenden Fußball gekonnt durch die Lüfte. Sein Objekt besteht lediglich aus einer runden Schaumstoffscheibe mit Höhen- und Seitenruder, zwei kleinen Servos für die Steuerung und dem Elektromotor. Als Leitwerk dient ein Fußballer, der das Ganze flugfähig macht. "Ein leichtes Modell für den kleinen Geldbeutel. Einen ähnlichen Flieger hatten wir auf der Messe gesehen und ihn dann gleich nachgebaut", erzählt der 18-jährige Groitzscher, der durch seinen Vater zum Flugmodellsport kam. Ein Hobby, welches durch seine Vielfältigkeit immer größeren Zulauf findet. So konnte der Werbener Verein im letzten Jahr vier neue Mitglieder gewinnen und damit die positive Entwicklung fortsetzen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.08.2014
Becher, Olaf

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