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Borna Modellregion Kreis Leipzig: Höhere Mobilität für die Landbevölkerung geplant
Region Borna Modellregion Kreis Leipzig: Höhere Mobilität für die Landbevölkerung geplant
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14:50 11.12.2015
Eine bessere Anbindung für die Landbevölkerung ist das Ziel des Modellprojekts.  Quelle: LVZ
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Landkreis Leipzig

 Der Landkreis Leipzig wird zur Modellregion. Er wurde jetzt für sein Konzept zur langfristigen Sicherung von Versorgung und Mobilität ausgezeichnet, teilte Gesine Sommer, Leiterin des Amtes für Kreisentwicklung sowie der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung im Landkreis Leipzig mit. Der Landkreis hatte sich für das Projekt „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ des Bundesverkehrsministeriums beworben.

Der Landkreis Leipzig ist einer von insgesamt drei sächsischen Landkreisen, die Gelder aus dem Berliner Ministerium erhalten. Neben dem Landkreis Leipzig hatten sich auch die Kreise Görlitz und Bautzen beworben, allerdings gemeinsam. Insgesamt hatten sich 91 Landkreise in Deutschland um Unterstützung bei der Gestaltung der künftigen Infrastruktur auf dem flachen Lande bemüht. Zum Zuge kamen 18 Kreise, die kürzlich in Berlin aus der Hand von Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) vom Bundesverkehrsministerium eine Urkunde erhielten. Damit verbunden sind 350.000 Euro, die der Landkreis Leipzig innerhalb von drei Jahren für die Untersuchungen des Bedarfs und entsprechende Angebote verwenden kann, so Kreisentwicklungschefin Sommer.

Über den Zuschlag hatte eine Jury befunden, zu der unter anderem Vertreter des Verkehrs- sowie des Landwirtschaftsministeriums, des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes gehörten. Modellregionen wurden außerdem die Landkreise Bad Kissingen, Sigmaringen sowie Sonneberg und Hildburghausen. Sie erhalten bis zu 500.000 Euro für „forschungsbedingte Maßnahmen“, wie es aus dem Bundesverkehrsministerium heißt. Die Projektideen der Modellregionen reichen von der Einrichtung barrierefreier Rad- und Busstationen über die zentrale Koordinierung von Krankenhaustransporten als Teil des öffentlichen Nahverkehrs bis hin zum Aufbau eines Dorfzentrums mit Dorfladen, in dem nicht nur Güter des täglichen Bedarfs angeboten werden, sondern auch Dienstleistungen von Arzt bis zum Frisör, so das Ministerium weiter. Bei der Entwicklung von Konzepten sollen Jugendliche, Familien mit Kindern und ältere Menschen gleichermaßen mit eingebunden werden.

Für den Landkreis Leipzig bedeutet das, dass untersucht werden kann, wo etwa eine Mobilitätszentrale errichtet wird, sagt Kreisentwicklungsamtsleiterin Sommer weiter. „Schließlich können nicht überall Buslinien verkehren.“ Wohl aber im konkreten Fall vielleicht angefordert werden. Oder statt eines Busses auch ein anderes Fahrzeug gerufen werden. Bei Bedarf, wie Gesine Sommer klarmacht, so dass auch Bewohner von Dörfern mobil bleiben können. Wenn dann ein Auto komme, müsse das preisgünstiger als ein Taxi sein.

Broschüre - Langfristige Sicherung von Versorgung und Moblität in ländlichen Räumen zum Download (1,6 MB)

Von Nikos Natsidis

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