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Borna Moderne Klänge im Gottesdienst: Röthas Kirchgemeinde hat neues E-Drum
Region Borna Moderne Klänge im Gottesdienst: Röthas Kirchgemeinde hat neues E-Drum
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00:19 16.07.2017
Lea hat schon mal geübt und ist begeistert. Das neue E-Drum der Kirchgemeinde Rötha soll auch für Gottesdienste genutzt werden. Quelle: Kirchgemeinde Rötha
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Rötha

Die Kirchgemeinde Rötha verfügt ja in der Georgen- und in der Marienkirche bekanntlich gleich zweifach über die Königin der Instrument, die Orgel. Noch dazu stammen beide aus der Werkstatt des berühmten Gottfried Silbermann (1683 bis 1753). Doch die Kirchgemeinde wendet sich, was das Musikalische angeht, auch der Moderne zu. Jüngstes Beispiel ist ein E-Drum, ein elektrisches Schlagzeug, auf dessen Anschaffung Kantor Jihoon Song, selbst ein Meister auf der Orgel, ziemlich stolz ist.

Beim elektrischen Schlagzeug werden die Töne auf Anschlag von einem Soundmodul digital erzeugt. Man hört sie entweder über Kopfhörer oder über Lautsprecher. Und das ist schon der erste Vorteil, den Kantor Song bei dem Instrument sieht: Man kann nämlich nahezu lautlos darauf üben. Darüber, so der Kantor freuen sich besonders „glückliche Nachbarn und Gemeindemitglieder“.

Und geübt werden soll natürlich reichlich auf dem Schlagzeug. Die ersten Kinder, denen Jihoon Song Unterricht gegeben hat, darunter waren Lea und Marcel, seien sehr begeistert gewesen. Weitere Schüler sind willkommen. „Wenn jemand Lust hat, dieses Schlagzeug in Rötha zu lernen oder mitzuspielen, kann er sich gerne bei mir melden“, hofft der Kantor auf Interesse. Spielen lasse es sich übrigens ganz so wie ein richtiges Schlagzeug. Das könne er gut beurteilen, sagt Song,weil er schon mehrfach ein richtiges Schlagzeug gespielt habe. Für das authentische Spielgefühl sorgen die Pads mit ihrer Gummioberfläche, die auch noch lange halten.

Das neue Instrument wird aber nicht nur zum Üben eingesetzt, es soll auch in Konzerten und sogar bei Gottesdiensten erklingen. Da wiederum ist es vielseitig einsetzbar, schwärmt Song. Denn es lassen sich zehn verschiedene Klangvarianten, sogenannte Kits einstellen. Damit kann für jede Ensemblemusik das geeignete Schlagzeug erklingen, was der Kantor angesichts der klammen Kirchgemeindekassen sogar ganz praktisch sieht: „So haben wir zehn Drums und nur eins bezahlt.“ Für Konzerte und Gottesdienste bringt das elektrische Schlagzeug noch einen weiteren Vorteil mit: Es ist leicht und einfach auf- und abzubauen. „Deswegen werden wir das Instrument ganz flexibel mal vor dem Altar und mal auf der Empore spielen“, sagt der Kantor.

Dort würde es dann direkt neben der Orgel stehen und erklingen. Was allemal ein spannendes Duett ergäbe.

Von André Neumann

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