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Borna Moderne Technik hilft Kameraden, sich noch mehr auf Einsatz zu konzentrieren
Region Borna Moderne Technik hilft Kameraden, sich noch mehr auf Einsatz zu konzentrieren
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14:13 19.05.2015
Jürgen Ketzscher (l.), der die Maschinisten ausbildet, erläutert Friedheim Göttner aus der Altersabteilung Teilaspekte des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges. Quelle: Roger Dietze

Das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug, kurz HLF, hat seit Mai sein Domizil im Gerätehaus der Bornaer Floriansjünger in der Röthaer Straße. Neben einer Hüpfburg und Tretautos im Feuerwehr-Look bildete das rund 300 000 Euro teure Gerät den Höhepunkt der Festivität. Stolz zeigten die Männer um Wehrleiter Kai Noeske einen Teil der im Normalfall im Inneren des Fahrzeugs verborgenen technischen Utensilien wie die Spreizgerätschaften den Augen der Sommerfest-Besucher.

So schön und modern das neue Fahrzeug allerdings auch sein mag, so ernst ist der Hintergrund, auf dem seine Anschaffung unter Zuhilfenahme kommunaler Mitteln und solcher des Bundes erfolgte. Denn mit der Eröffnung der Bundesautobahn 72 sind die Bornaer Brandschützer für einen Abschnitt dieser Schnelltrasse zuständig. Bornas ranghöchster Feuerwehrmann verschweigt denn auch nicht, dass die Arbeit auf der neuen Autobahn ganz andere Anforderungen an seine Kameraden stellen wird. "Wer annimmt, dass die Präsenz von Rettungs- und Einsatzkräften zwingend alle PKW- und LKW-Fahrer automatisch vom Gaspedal gehen lässt, der irrt", sagte Noeske.

Seine Wehr ist künftig für den A-72-Abschnitt zwischen Borna und Geithain in Fahrtrichtung Chemnitz zuständig. Möglicherweise sogar bis Rochlitz. "Und zwar dann", erklärte Noeske, "wenn sich in der Praxis herausstellen sollte, dass wir mit unserem kurzen Weg zur Autobahn schneller an der Auf- und Abfahrt Geithain sind als die Geithainer Kameraden, die ursprünglich für den Abschnitt bis Rochlitz vorgesehen waren, aber eben auch rund acht Kilometer über Landstraßen bis zur Autobahn fahren müssen."

Unabhängig davon, auf welchen Abschnitten der A 72 das neue HLF in Zukunft unterwegs sein wird, stellt die Beherrschung der auf ihm untergebrachten Technik die Grundvoraussetzung für den Einsatz des Fahrzeuges dar. "Die Aneignung des sachgemäßen Umgangs mit dieser Technik war nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen", verdeutlichte der Wehrleiter. Vielmehr hatten sich die Maschinisten im Team zusätzlich zu den regulären Diensten viele Stunden auf die Schulbank setzen müssen, um sich mit der Technik vertraut zu machen. Mit dem Ergebnis, dass das Fahrzeug in dieser Woche im Rahmen einer Probezeit in Betrieb genommen werden kann.

Eine gehörige Aktie daran hat der Hauptverantwortliche für die technischen Aspekte innerhalb der Bornaer Feuerwehr, Jürgen Ketzscher. "So aufwendig das Studium der neuen Technik auch war, so wertvoll ist ihre Verfügbarkeit im Einsatz, weil sie das Leben des Feuerwehrmannes erleichtert und ihm damit ermöglicht, sich noch mehr auf den eigentlichen Einsatz zu konzentrieren", weiß er aus Erfahrung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.07.2014
Roger Dietze

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