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Borna Mönchsbesuch in Borna
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21:19 18.10.2012
Da biegen sich die Lanzen: Der Shao Lin Mönch Shi Yan Yan, dessen weltlicher Name Guan Shiyan ist, rammt sich mit aller Wucht die Spitzen in den Hals – ohne Schaden zu nehmen. Quelle: Jakob Richter
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Nach einer kurzen, gestenreichen Meditation griff er sich eine etwa fünf Millimeter dicke Eisenstange und zerschlug sie mit einem spitzen Schrei auf seinem Kopf.

Noch spektakulärer die zweite Demonstration zum Potenzial der Gedankenkraft: Mit voller Wucht rammte sich der Mönch zwei mit Eisenspitzen bewehrte Lanzen in den Hals. Shi Yan Yan könne seine Gedanken und sein Bewusstsein intuitiv so steuern, dass „eine weiche Stelle unterhalb der Kehle für zehn Sekunden so hart wie eine Granitplatte ist", erklärte Conzelmann dem staunendem Publikum.

Sein Vortrag war durchaus eine Lehrstunde für die anwesenden Politiker und Unternehmer. Die zentrale Botschaft: Wo dein Geist ist, dahin wird dir dein Körper folgen. Durch Denken könne man – im Rahmen der Naturgesetze – alles erreichen, nannte Conzelmann eine in Stein gemeißelte Lebensweisheit der Mönche. Gerhard Conzelmann, der Physik, Mathematik und Wirtschaftswissenschaften studierte und von 1972 bis 1977 an der Universität Tübingen als Dozent arbeitete, besuchte 1988 zum ersten Mal das 496 gegründete Shao Lin Kloster. „Als Naturwissenschaftler dachte ich, das müssen Außerirdische sein", erzählte er dem Bornaer Publikum.

Das Leben der Mönche ließ ihn nicht mehr los und wurde zu seiner eigenen Lebensaufgabe. Sein Wissen über die Energie des Denkens erlernte er im Shao Lin Kloster und durch ständigen Kontakt mit Shao Lin Mönchen. Mit Erfolg transportiert der heute 64-Jährige mit Wohnsitz Hadamar die fernöstlichen Weisheiten in die westliche Welt. Als Business Trainer berät er seit Jahren vor allem Unternehmer, aber auch Spitzensportler. Vorträge wie den in Borna hält er 30- bis 40-mal im Jahr, erzählte er der LVZ.

Die Mönche, die er im Kloster sah, seien topfit gewesen, so Conzelmann. Im Schnitt würden sie ein Alter von 98 erreichen. „Mir ist nicht bekannt, dass ein Mönch mal krank war." Die Grundlage von Shao Lin sei die Einheit von Körper, Geist und Seele, erläuterte Conzelmann dieses Phänomen und konfrontierte das Publikum mit den Methoden der Mönche. Diese „gehen immer an die Ursache heran, und die liegt in der Regel nicht im Körper, sondern in der Psyche". Mönche würden die Energieverschwender ausblenden, denn „es gibt Gedanken, die einem Energie geben, und solche, die einem Energie nehmen. Uns nehmen im Durchschnitt 80 Prozent unserer Gedanken die Energie", sagte der Referent. „Das könnten wir ändern."

Frank Prenzel

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