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Borna „Mönsch Martin“ in Borna inszeniert: Das klingt fast wie John Lennon
Region Borna „Mönsch Martin“ in Borna inszeniert: Das klingt fast wie John Lennon
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00:21 15.10.2017
Musiklehrer Andreas Schitke (links) und Kantor Jens Staude bei der Probe im Bornaer Teichgymnasium. Quelle: Nikos Natsidis
Borna

Es klingt ein bisschen wie einst bei John Lennon. Beim „Ablassblues“ klatschen die Kinder rhythmisch in die Hände, als käme gleich die Liedzeile „Give Peace a Chance“. Stattdessen geht es es los mit „Tetzel ist ein guter Mann“. Es ist die Nummer sechs des Musicals „Mönsch Martin“, das der Chor des Bornaer Teichgymnasiums im Keller der Schule probt. Die etwa 30 Kinder gehören zu denen, die bei den insgesamt vier Aufführungen von „Mönsch Martin“ Ende des Monats mit von der Partie sind.

Die Stimmung ist gut bei der Probe unter Leitung von Musiklehrer Andreas Schitke, Der bekannte Pädagoge wird des Bornaer Kantors Jens Staude unterstützt, unter dessen Gesamtleitung das Stück aus der Feder Matthias Grummet, Ulrich Meier und Enrico Langer, drei sächsischen Kantoren, am Ende aufgeführt wird – in den Kirchen in Kohren-Sahlis, Pegau und Borna sowie im CVJM-Haus in Brandis. Mit dabei sind dann auch die dortigen Kurrenden sowie junge Musiker der Musikschule „Ottmar Gerster“.

Es ist der „Kleine Chor“, der am Teichgymnasium den „Mönsch“ probt. Manche von den jungen Sängern und vor allem Sängerinnen haben auch einen kirchlichen Hintergrund. Etwa Marielle Tschech-Löffler. Die elfjährige Fünftklässlerin, die auch Trompete und Geige spielt. Andere wie Sydney Freier nicht. Der Begeisterung während der anderthalbstündigen Probe tut dies allerdings keinen Abbruch. Vielmehr ist es den jungen Choristen anzumerken, dass ihnen die Musik einfach gefällt. Wohl auch, weil sie nach vorn los geht und so anders klingt als das, was zu Luthers Zeiten oder auch meist heute noch in der Kirche zuhören ist.

Rock und Swing etwa oder auch ein richtiger Rap, und das passt zu dem Stück, in dem der Reformator und seine Botschaft dem heutigen, vorzugsweise jungen Publikum nahegebracht werden sollen. Dabei geht es um die bekannten Stationen aus seinem Leben von seinem Gewittererlebnis im Jahr 1505 bis zu seinem Wirken in Wittenberg. „Das passt gerade im Lutherjahr“, sagt Andreas Schitke, der das Stück mit seinem Chor aus Schülern der fünften bis achten Klasse bereits seit Ende des letzten Schuljahrs einstudiert.

Dabei sind die vier Aufführungen nicht zuletzt auch ein logistisches Problem. Immerhin müssen die jungen Sänger dazu an verschiedene Orte gebracht werden. Neben den 30 Gymnasiasten proben auch die Kinder in den Kurrenden für „Mönsch Martin“. Am Ende dürften dann jeweils wenigstens 50 Mädchen und Jungen vor den Besuchern singen. Den Feinschliff für dieses ganz spezielle Finale des Lutherjahres gibt es bei einem gemeinsamen Proben-Wochenende am 20. und 21. Oktober in Borna. Die Aufführungen finden am 27. Oktober, 19 Uhr, in Brandis, am 28. Oktober, 16 Uhr, in Kohren-Sahlis, am 29. Oktober, 16 Uhr, in Pegau sowie am 31. Oktober, 16 Uhr, in Borna statt.

Von Nikos Natsidis

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